Rostock steht still: Ganztägiger Warnstreik legt Nahverkehr lahm
ÖPNV Tarifverhandlungen und Warnstreik in Rostock - Rostock steht still: Ganztägiger Warnstreik legt Nahverkehr lahm
Öffentlicher Nahverkehr in Rostock steht am Dienstag still – ganztägiger Streik geplant
Am Dienstag kommt der öffentliche Verkehr in Rostock komplett zum Erliegen, da Beschäftigte zu einem 24-stündigen Warnstreik aufrufen. Die Arbeitsniederlegung erfolgt vor einer neuen Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern. Rund 2.800 Mitarbeiter in ganz Nordostdeutschland sind von dem Konflikt betroffen.
Der von den Beschäftigten der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) organisierte Streik führt dazu, dass sämtliche Bus-, Straßenbahn- und Fährverbindungen für den Tag ausfallen. Lediglich wenige Ausnahmelinien könnten noch verkehren. Busse und Bahnen bleiben in den Depots, während die Arbeitnehmer höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen fordern.
Verdi pocht vor allem auf eine Verkürzung der regulären Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Zudem verlangt die Gewerkschaft eine 30-prozentige Erhöhung der Fahrerzulage sowie die vollständige Auszahlung der jährlichen Sonderprämie. Die Arbeitgeber haben die geforderte Arbeitszeitverkürzung jedoch bereits als finanziell nicht umsetzbar zurückgewiesen.
Die Verhandlungen werden am Dienstag um 10:00 Uhr in Rostock fortgesetzt. Es handelt sich um die vierte Runde – bisher ohne Durchbruch. Der Streik reiht sich ein in eine Welle zunehmender Arbeitskämpfe in Deutschland, zu denen in den vergangenen Jahren ähnliche Ausstände in Berlin, Schwerin und Greifswald zählten.
Der Warnstreik wird den Pendlerverkehr für tausende Fahrgäste in der Region massiv beeinträchtigen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen. Das Ergebnis der Dienstagsgespräche wird entscheiden, ob der Betrieb bald wieder normal läuft oder mit weiteren Einschränkungen zu rechnen ist.
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