Fährbetreiber Meine Fähre beantragt Insolvenz – doch der Betrieb läuft weiter

Elias Lehmann
Elias Lehmann
2 Min.
Ein Fährboot fährt einen Fluss hinunter, geschmückt mit Fahnen und Masten, mit ein paar Menschen an Bord, einem Geländer auf der rechten Seite und einem Hügel mit Bäumen im Hintergrund.Elias Lehmann

Neue Norderney-Fährlinie beantragt Insolvenz - Fährbetreiber Meine Fähre beantragt Insolvenz – doch der Betrieb läuft weiter

Fährbetreiber Meine Fähre meldet insolvenzbekanntmachungen an – Betrieb läuft weiter

Der Fährbetreiber Meine Fähre hat nach finanziellen Schwierigkeiten insolvenz beantragt. Trotz dieses Rückschlags finden die täglichen Überfahrten wie gewohnt statt, und die Verbindungen werden planmäßig aufrechterhalten. Das 2022 gegründete Unternehmen kämpfte mit hohen Kosten und starker Konkurrenz im handelsregister.

Im Herbst 2023 nahm das Unternehmen seine erste Strecke in Betrieb, die Glückstadt und Kiel mit der Meine Fähre 1 verbindet. Bis 2025 stieg die Auslastung auf dieser route in Spitzenzeiten auf 80 bis 90 Prozent. Doch nun sieht sich das Unternehmen mit finanziellen Belastungen konfrontiert: steigende Treibstoff- und Betriebskosten, geringere Nachfrage im Winter sowie hohe Investitionen in der Gründungsphase setzen dem Unternehmen zu.

Eine zweite Verbindung nach Norderney wurde 2024 unter dem Motto "Flexibel nach Norderney reisen" eröffnet. Zuvor war die Reederei Norden-Frisia der einzige Fähranbieter für die insel gewesen. Die in Groningen gebaute Meine Fähre 1, die im einstelligen Millionenbereich kostete, ist für den Transport von Passagieren und Fahrzeugen ausgelegt.

Für 2026 hatte das Unternehmen die Anschaffung eines zweiten, kleineren Fahrgastschiffs geplant. Doch am Donnerstag beantragte es beim Amtsgericht Aurich die vorläufige insolvenz und begründete dies mit drohender zahlungsunfähigkeit. Seit der Gründung unterstützten Aktionäre – darunter lokale Hoteliers und eine Stiftung – das Unternehmen.

Der insolvenzantrag hat vorerst keine Auswirkungen auf den Betrieb: Buchungen bleiben möglich, und die Überfahrten finden wie gewohnt statt. Die zukunft des Unternehmens hängt nun von Umstrukturierungsmaßnahmen und möglichen finanziellen Hilfen ab. Bis dahin können Fahrgäste die bestehenden Strecken weiterhin normal nutzen.

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