EuGH-Urteil: Airlines müssen bei freiwilligen Wartezeiten Entschädigungen zahlen
Flugverspätung aufgrund langer Check-in-Prozedur: EU-Gericht entscheidet zugunsten der Passagiere - EuGH-Urteil: Airlines müssen bei freiwilligen Wartezeiten Entschädigungen zahlen
Zwei Passagiere fordern jeweils 400 Euro Entschädigung, nachdem ihr Flug von Düsseldorf nach Varna mit mehr als drei Stunden Verspätung gestartet ist. Der Grund für die Verzögerung lag in einer früheren Entscheidung der European Air Charter, auf Reisende zu warten, die in langen Sicherheitskontrollschlangen am Flughafen Köln/Bonn festsaßen.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat nun klargestellt: Entscheiden sich Fluggesellschaften aus solchen Gründen für eine Verspätung des Abflugs, müssen sie betroffenen Passagieren auf späteren Flügen eine Entschädigung zahlen.
Der Vorfall ereignete sich im Juli 2022 am Flughafen Köln/Bonn, wo überfüllte Sicherheitskontrollen zu erheblichen Verzögerungen führten. Die bulgarische Fluggesellschaft European Air Charter beschloss, einen Flug für Passagiere offenzuhalten, die die Check-in-Prozedur noch nicht abgeschlossen hatten. Diese Entscheidung hatte eine Kettenreaktion zur Folge: Der spätere Abflug eines Fluges von Düsseldorf nach Varna verzögerte sich um mehr als fünf Stunden.
Das Düsseldorfer Gericht hatte den Fall dem EuGH vorgelegt, um zu klären, ob die freiwillige Wartezeit der Airline auf verspätete Passagiere die anschließenden Störungen rechtfertige. Die EuGH-Richter urteilten, dass nicht die Überlastung selbst, sondern die freiwillige Entscheidung der Fluggesellschaft die direkte Ursache für die Verspätung war. Daher könne sich die Airline nicht auf "außergewöhnliche Umstände" berufen, um die Zahlung von Entschädigungen zu umgehen.
Das Urteil verpflichtet Fluggesellschaften nicht dazu, auf Passagiere zu warten, die an anderen Flughäfen in Sicherheitskontrollstaus stecken. Entscheiden sie sich jedoch dafür, müssen sie Reisenden auf späteren Flügen, die dadurch erhebliche Verspätungen erleiden, eine Entschädigung zahlen. Das Düsseldorfer Gericht wird nun prüfen, ob die Entscheidung von European Air Charter eigenständig getroffen wurde, und die Entschädigungsansprüche abschließend bewerten.
Die Entscheidung des EuGH bestätigt, dass Airlines für Entschädigungen haftbar sind, wenn ihre eigenen Entscheidungen zu Verspätungen führen. Die beiden betroffenen Passagiere könnten nun jeweils 400 Euro erhalten, sofern das Düsseldorfer Gericht das Urteil bestätigt. Der Fall schafft zudem einen Präzedenzfall für ähnliche Streitigkeiten über Flugverspätungen, die durch freiwillige Warteentscheidungen verursacht werden.
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