Hamburgs Opern-Skandal: Monsters Paradise feiert triumphale Uraufführung mit Jelinek und Neuwirth

Amelie Seidel
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Ein Plakat, das das Théâtre de l'Opéra in Paris ankündigt, zeigt eine Frau in einem gelben Kleid umgeben von anderen Menschen und Text.Amelie Seidel

Hamburgs Opern-Skandal: Monsters Paradise feiert triumphale Uraufführung mit Jelinek und Neuwirth

Hamburg feiert Uraufführung von Monsters Paradise – einer opernhaften Groteske von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek

In Hamburg wurde die Premiere von Monsters Paradise gefeiert, einer opernhaften Groteske der Komponistin Olga Neuwirth und der Schriftstellerin Elfriede Jelinek. Das Werk, getarnt als Puppenspiel, liefert eine scharfe Abrechnung mit realen politischen Figuren und Ereignissen. Sowohl Kritiker als auch Publikum würdigten die Aufführung als Triumph, wobei das Staatsorchester unter der Leitung von Titus Engel alle Erwartungen übertraf.

Die Oper entfaltet sich als düster-satirische Erzählung, in deren Mittelpunkt das weise Monster Gorgonzilla steht, das einen schurkischen Präsidenten und dessen Zombie-Armee verschlingt. Der beklemmende Schluss zeigt zwei Vampirinnen, die in die Ewigkeit entschweben – begleitet von einem verstimmten Klavier und Schuberts Fantasie in f-Moll. Die mutigen künstlerischen Entscheidungen und die beißende Gesellschaftskritik der Produktion haben breite Anerkennung gefunden.

Parallel gewinnt eine kulturelle Initiative an Fahrt Unterdessen erhält eine Petition mit dem Titel Latein ist kein Luxus – es ist Bildung zunehmenden Zuspruch. 88 führende Intellektuelle und Künstler – darunter Neuwirth, Jelinek und der Bariton Georg Nigl, die alle auch an Monsters Paradise mitwirkten – unterstützen die Kampagne. Stand 3. März 2026 haben sich bereits zwölf Nobelpreisträger angeschlossen, drei davon in der frühen Phase der Initiative. Die Petition bleibt auf aufstehn.at zur Unterzeichnung offen.

Der Erfolg von Monsters Paradise unterstreicht die Kraft der Oper, sich durch surreales Erzählgut mit zeitgenössischer Politik auseinandersetzen. Gleichzeitig spiegelt die wachsende Unterstützung für die Latein-Petition die anhaltenden Debatten über Bildung und kulturelles Erbe wider. Beide Entwicklungen zeigen, wie Künstler und Gelehrte den öffentlichen Diskurs prägen.

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