PKV-Verband begrüßt Reformen – doch Apotheken-Dienstleistungen bleiben umstritten

Jakob Kraus
Jakob Kraus
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Eine Apotheke namens "The Generics Pharmacy" ist von Gebäuden, Strommasten, Kabeln, Werbetafeln, Topfpflanzen und Kraftfahrzeugen auf der Straße unter einem klaren blauen Himmel umgeben.Jakob Kraus

PKV-Verband begrüßt Reformen – doch Apotheken-Dienstleistungen bleiben umstritten

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) hat seine Position zum neuen Apotheken-Versorgungsweiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) dargelegt. Zwar befürwortet der Verband einzelne Maßnahmen, äußert jedoch Vorbehalte gegen zentrale Vorschläge – darunter die Ausweitung pharmazeutischer Dienstleistungen und die Finanzierungsmodelle. Seine Stellungnahme zeigt eine Mischung aus Zustimmung und Skepsis gegenüber den geplanten Reformen.

Der PKV-Verband begrüßt grundsätzlich Bestrebungen, Apotheken als gesundheitliche Anlaufstellen zu stärken. Positiv bewertet werden etwa der Ausbau von Impfleistungen sowie die einmalige Notfallabgabe von verschreibungspflichtigen Langzeitmedikamenten ohne Rezept in dringenden Fällen. Bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel in Akutsituationen zeigt man sich jedoch zurückhaltend.

Zudem unterstützt der Verband die Einbeziehung privat Versicherter in den Hilfstarif. Dadurch profitieren auch private Krankenversicherer und ihre Kunden von den Ersparnissen durch Preisverhandlungen. Gelobt werden außerdem die neuen Regelungen zur Preisgestaltung bei Rezepturarzneimitteln – hier pocht man jedoch auf eine künftige Mitsprache bei Preisfestsetzungen.

Kritisch sieht der Verband hingegen die geplante Ausweitung pharmazeutischer Dienstleistungen (pDL). Beratungen zu Verhaltensrisiken und präventiven Lebensstilmaßnahmen hält man für wenig wirksam, da deren Nutzen nicht ausreichend belegt sei. Ernährungsberatungen in Apotheken erscheinen dem Verband gar als unpraktikabel. Zudem fordert er ein neues Finanzierungsmodell, da das aktuelle System versagt habe.

Für mehr Gerechtigkeit verlangt der PKV-Verband gesetzliche Regelungen, die eine individuelle Abrechnung mit privat Versicherten ermöglichen. Ohne vorherige Evaluation, warnt der Verband, könnten die geplanten Leistungen ihre Ziele verfehlen.

Die Reaktion des PKV-Verbands fällt zwiespältig aus: Einerseits werden Fortschritte wie der erleichterte Impfzugang und fairere Preismechanismen begrüßt. Andererseits betont man die Notwendigkeit evidenzbasierter Prüfungen vor einer Dienstleistungsausweitung. Zentrale Forderungen bleiben rechtliche Anpassungen für die private Abrechnung sowie eine Reform der Finanzierung.

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