IKK classic fordert 4.000 Euro von hessischer Apotheke wegen fehlender Chargennummern zurück
IKK classic fordert 4.000 Euro von hessischer Apotheke wegen fehlender Chargennummern zurück
Eine Apotheke in Hessen sieht sich mit einer Rückforderungsforderung von knapp 4.000 Euro durch die Krankenkasse IKK classic konfrontiert. Streitpunkt sind fehlende Chargennummern in den elektronischen Abrechnungsdaten von sieben Rezepten. Der Apothekeninhaber betont, dass nach seinen Unterlagen alle Vorgaben korrekt eingehalten wurden.
Hintergrund des Konflikts ist der Vorwurf der IKK classic, die Apotheke habe bei mehreren bearbeiteten Rezepten die Chargennummern nicht übermittelt. Seit 2012 schreibt das SecurPharm-System vor, dass Apotheken diese Nummern in der Abrechnung angeben müssen – allerdings gelten bis Mitte 2025 Ausnahmen, falls technische Probleme die Übertragung verhindern. Im vorliegenden Fall argumentiert die Krankenkasse, die Daten hätten in der elektronischen Einreichung gefehlt.
Der Apotheker weist die Vorwürfe zurück und verweist auf sein Lagerverwaltungssystem als Beleg, dass alle Schritte ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Nun hat er sich an seinen Softwareanbieter gewandt, um zu klären, warum die Chargennummern nicht im finalen Datensatz erschienen sind.
Die IKK classic geht zunehmend gegen Apotheken vor und fordert Rückzahlungen wegen fehlender Chargendaten zurück – insbesondere seit die E-Rezept-Pflicht im Januar 2024 in Kraft trat. Zwar müssen Apotheken die Nummern für Rückrufzwecke dokumentieren, und es gibt noch Übergangsfristen bei technischen Einschränkungen, doch dieser Fall deutet auf eine verschärfte Kontrollpraxis hin.
Die Apotheke muss nun die Unstimmigkeiten mit ihrem Softwareanbieter klären und gleichzeitig gegen die Rückforderung Widerspruch einlegen. Sollte die Forderung von 4.000 Euro Bestand haben, würde dies einen wachsenden Trend bestätigen, bei dem Krankenkassen fehlende Chargendaten increasingly ahnden. Das Ergebnis könnte präjudizierende Wirkung für die Behandlung ähnlicher Streitfälle im Rahmen des SecurPharm-Systems haben.
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