Wolfenbüttel senkt Kita-Gruppengrößen für bessere Betreuung ab 2026
Amelie SeidelWolfenbüttel senkt Kita-Gruppengrößen für bessere Betreuung ab 2026
Kitas in Wolfenbüttel führen ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 kleinere Gruppengößen ein
Der Stadtrat von Wolfenbüttel hat einen Plan verabschiedet, die maximale Anzahl der Kinder pro Gruppe in Kitas zu reduzieren – mit dem Ziel, die individuelle Betreuung jedes Kindes zu verbessern. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Geburtenraten und eines sich wandelnden Bedarfs an Kinderbetreuung.
Von der Entscheidung betroffen sind alle 29 Kindertageseinrichtungen in der Region. Krippegruppen werden von 15 auf 14 Kinder verkleinert, Kindergartengruppen von 25 auf 24 und Hortgruppen von 20 auf 19 Kinder. Die Änderungen sind Teil des Programms "Demografische Chancen 2030", das Dienstleistungen an die schrumpfende Bevölkerung anpassen soll.
Lokale Kitaleitungen und Elternvertretungen hatten sich seit Langem für kleinere Gruppen eingesetzt. Sie argumentieren, dass weniger Kinder pro Betreuungskraft mehr individuelle Zuwendung ermöglichen. Der Stadtrat stimmte dem Vorhaben mit nur zwei Enthaltungen zu – beide von der AfD.
Wolfenbüttel ist damit die erste Kommune in Niedersachsen, die solche Maßnahmen offiziell umsetzt. Bisher haben keine anderen Städte in der Region ähnliche Kürzungen angekündigt.
Die neuen Obergrenzen treten in zwei Jahren in Kraft, um den Einrichtungen ausreichend Zeit für die Umstellung zu geben. Die Verantwortlichen erwarten, dass die kleineren Gruppen die frühkindliche Bildung und Betreuung verbessern. Zudem passt sich die Regelung an die Prognosen eines rückläufigen Betreuungsbedarfs im kommenden Jahrzehnt an.






