Spritpreise explodieren: Warum Homeoffice jetzt zur Rettung für Pendler wird
Jakob KrausSpritpreise explodieren: Warum Homeoffice jetzt zur Rettung für Pendler wird
Steigende Spritpreise belasten Millionen Pendler in ganz Deutschland
Durch die jüngsten Spannungen im Nahen Osten stieg der Preis für Brent-Rohöl zeitweise auf über 100 US-Dollar pro Barrel – mit der Folge, dass die Kosten für Mobilität stark angestiegen sind. Nun suchen Forscher und Politiker nach Wegen, den Kraftstoffverbrauch zu senken, darunter auch eine Ausweitung der Homeoffice-Regelungen.
Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, einen festen Homeoffice-Tag für Beschäftigte einzuführen, um die Nachfrage nach Sprit zu verringern. Schätzungen zufolge ließen sich rund 32 Millionen Liter Kraftstoff einsparen, wenn die neun Millionen Pendler mit Benzin- oder Dieselautos nur einen zusätzlichen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiten würden. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert Arbeitgeber auf, die Möglichkeiten für mobiles Arbeiten auszubauen.
Die Wirtschaftsverbände Berlin-Brandenburg lehnen zwar staatlich verordnete Homeoffice-Pflichten ab, zeigen sich aber offen für flexible Lösungen, die es Beschäftigten ermöglichen, häufiger im Homeoffice zu arbeiten. Bereits jetzt hat jeder fünfte Pendler in Deutschland seine Homeoffice-Tage erhöht, um den hohen Spritkosten zu begegnen.
Als Reaktion auf die Krise plant die Bundesregierung einen freiwilligen Entlastungsbonus: Arbeitgeber sollen ihren Mitarbeitern bis zu 1.000 Euro steuer- und abgabenfrei zahlen dürfen, um die gestiegenen Ausgaben abzufedern.
Da die Spritpreise weiter steigen, gewinnt die Forderung nach mehr Homeoffice an Fahrt. Würden die Maßnahmen flächendeckend umgesetzt, könnte der Kraftstoffverbrauch um Millionen Liter pro Woche sinken. Gleichzeitig verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaften darüber, wie sie Beschäftigte am besten bei den höheren Fahrtkosten unterstützen können.






