Siemensstadt Square wird zum Mega-Quartier mit 3.750 Wohnungen und Innovationscampus
Amelie SeidelSiemensstadt Square wird zum Mega-Quartier mit 3.750 Wohnungen und Innovationscampus
Siemensstadt Square in Berlin wird radikal umgestaltet – fast doppelt so viele Wohnungen geplant
Der Berliner Stadtteil Siemensstadt Square durchläuft eine grundlegende Transformation: Ein überarbeiteter Masterplan sieht vor, die Wohnkapazität auf 3.750 Wohnungen nahezu zu verdoppeln. Das 4,5-Milliarden-Euro-Projekt, an dem sich Siemens mit 750 Millionen Euro beteiligt, soll das 76 Hektar große Gelände bis in die 2030er-Jahre zu einem gemischten Quartier für 40.000 Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte umformen.
Der aktualisierte Plan ersetzt das Konzept von 2021, indem er Bürofächen reduziert und gewerbliche Aktivitäten in einem eigenen Campus in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt bündelt. Dieser Campus soll sich auf Innovation, Forschung und Technologie konzentrieren, wobei die genaue Zahl der Arbeitsplätze noch nicht feststeht. Neu hinzugekommen sind Zudem Zonen für Industrie, Freizeit und Grünflächen.
Die Bauarbeiten sollen 2024 beginnen. Bis Ende 2029 wird die seit langem stillgelegte Siemensbahn als S-Bahn-Strecke reaktiviert, was die Anbindung an das Berliner Zentrum verbessert. Im Quartier entstehen außerdem eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kitas.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete den überarbeiteten Plan als einen "entscheidenden Meilenstein" für die Entwicklung des Gebiets. Siemens steuert 750 Millionen Euro zu den Gesamtinvestitionen von 4,5 Milliarden Euro bei und sichert so die finanzielle Grundlage des Projekts.
Nach Fertigstellung wird Siemensstadt Square etwa 40.000 Menschen ein Zuhause bieten und moderne Infrastruktur umfassen – darunter Schulen und einen ausgebauten ÖPNV. Die reaktivierte Siemensbahn und neue Grünflächen werden das Viertel zusätzlich mit dem Rest Berlins vernetzen. Die Arbeiten sollen bis in die 2030er-Jahre abgeschlossen sein.






