Rønnow bleibt Union Berlin treu – trotz WM-Enttäuschung und Formtief
Amelie SeidelRønnow bleibt Union Berlin treu – trotz WM-Enttäuschung und Formtief
Frederik Rønnow bleibt dem 1. FC Union Berlin treu, während sich der Verein auf ein entscheidendes Bundesliga-Spiel vorbereitet. Der dänische Torhüter, der seit 2021 das Tor der Eisernen hütet, wird am Sonntag im Heimspiel gegen den FC St. Pauli zwischen den Pfosten stehen. Trotz jüngster sportlicher Rückschläge hat er seine langfristige Zukunft beim Klub bekräftigt und eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft nicht ausgeschlossen.
Rønnows Zeit bei Union war von Höhen und Tiefen geprägt. Seit seinem Wechsel 2021 verlängerte er im vergangenen Sommer seinen Vertrag, wobei die genaue Laufzeit nicht bekannt gegeben wurde. Seine aktuelle Form jedoch ist durchwachsen – in seinen letzten zwölf Einsätzen konnte er nur zwei Siege verbuchen.
Auf internationaler Ebene verlief seine Karriere ähnlich wechselhaft. Nach seinem Rücktritt aus der dänischen Nationalmannschaft Ende 2023 gab er im März 2026 überraschend ein Comeback. Eine Verletzungskrise im Tor führte zu seiner Nominierung für die WM-Playoffs, wo er dem Debütanten Mads Hermansen von der Bank aus zur Seite stand. Dänemark schied schließlich im Elfmeterschießen gegen Tschechien aus, doch Rønnow zeigte sich seitdem offen für künftige Berufungen. Seine letzte Nominierung verpasste er am 2. April 2026, möglicherweise verletzungsbedingt. Gespräche mit Trainer Brian Riemer über seine Rolle laufen weiterhin.
Am Wochenende trifft Union auf den FC St. Pauli in einem wichtigen Spiel – die Berliner führen mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Anpfiff ist um 15:30 Uhr MEZ, live zu sehen auf DAZN. Rønnow, unbeeindruckt von der WM-Enttäuschung mit Dänemark, betont, dass dies seine Leistungen im Verein nicht beeinträchtigen werde.
Sein Fokus bleibt auf Union Berlin gerichtet, wo er möglicherweise seine Karriere beenden könnte. Die komfortable Tabellensituation oberhalb der Abstiegszone gibt dem Team zusätzliches Selbstvertrauen vor dem Sonntagsspiel. Seine internationale Zukunft hingegen bleibt ungewiss – seit den WM-Playoffs kam er nicht mehr zum Einsatz, und die Gespräche mit dem dänischen Trainerstab dauern an.






