02 April 2026, 16:08

CDU-Politiker Frank Bommert gerät wegen NS-Video in die Kritik und tritt zurück

Schwarz-weißes Porträt eines Mannes in militärischer Uniform mit Schnurrbart, identifiziert als Friedrich V von Berlin, mit Text unten.

CDU-Politiker Frank Bommert gerät wegen NS-Video in die Kritik und tritt zurück

Ein CDU-Politiker in Brandenburg ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Militärausrüstungen aus der NS-Zeit in die Kritik geraten. Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei, hatte den Clip zunächst auf Instagram gepostet, bevor er ihn wieder löschte. Der Vorfall führte zu internen Parteimaßnahmen und seinem Rücktritt von einem wichtigen Ausschussvorsitz.

Das Video zeigte ein Treffen von Enthusiasten, die auf historischen Wehrmacht-Motorrädern fuhren und dabei Uniformen aus der damaligen Zeit trugen. Bommert lehnte zunächst eine Stellungnahme ab, als der Beitrag auf Kritik stieß. Später räumte er ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen, und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Steeven Bretz, verurteilte den Inhalt scharf. Er betonte, die Partei distanziere sich "eindeutig und ohne Wenn und Aber" von solchem Material. Bretz kündigte zudem eine interne Prüfung des Falls sowie ein direktes Gespräch mit Bommert an.

Die CDU reagierte mit einer offiziellen Rüge gegen Bommert. Er behielt jedoch seine weiteren Parteiämter und es wurden keine weiteren Sanktionen verhängt. Es handelt sich um den ersten derartigen Vorfall mit historischem Bezug bei einem CDU-Politiker in Brandenburg seit fünf Jahren.

Bommert war bereits zuvor wegen eines WhatsApp-Status, in dem er seine "Lieblingspolitiker" nannte, in die Kritik geraten. Dieser Vorfall blieb zwar registriert, führte aber zu keinen disziplinarischen Konsequenzen.

Die Partei hat die Angelegenheit mit einer Rüge und internen Gesprächen behandelt. Bommert bleibt zwar stellvertretender Fraktionsvorsitzender, verlor jedoch den Vorsitz in einem Ausschuss. Die CDU bekräftigte ihre klare Haltung gegen die Verherrlichung von NS-Symbolik.

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