Ohligser Stadtzentrum: Warum die Debatte um Verkehrsanbindung eskaliert
Anna KrauseOhligser Stadtzentrum: Warum die Debatte um Verkehrsanbindung eskaliert
Die Debatte um das Ohligser Stadtzentrum nimmt eine verwirrende Wendung
In den vergangenen Wochen hat die Diskussion um das Ohligser Stadtzentrum eine unerwartete und verwirrende Richtung eingeschlagen. Vergleiche des Bezirksbürgermeisters mit den Verhältnissen in der ehemaligen DDR haben bei vielen Ratlosigkeit ausgelöst. Unterdessen warnt das Bürgerforum Solingen (BfS), dass der aktuelle Ton die gemeinsamen Ziele für das Gebiet untergraben könnte.
Das Bürgerforum Solingen hat nun einen Vorschlag vorgelegt, um die Verkehrsanbindung in Ohligs zu verbessern. Statt den geplanten Haltepunkt Heiligenstock zu bauen, schlagen sie vor, das Stadtzentrum ausschließlich über den Haltepunkt Aachener Platz anzubinden. Laut ihrer Einschätzung ließe sich durch diese Änderung – kombiniert mit einem besseren Parkraummanagement – der Verlust von Parkplätzen deutlich verringern.
Einig sind sich alle Beteiligten in einem Punkt: Die ÖPNV-Anbindung des Ohligser Stadtzentrums muss dringend verbessert werden. Doch das BfS stellt fest, dass es zunehmend schwieriger wird, die Diskussionen sachlich und konstruktiv zu führen. Ohne eine objektivere Herangehensweise werde es noch schwerer, praktikable Lösungen zu finden, betont die Initiative.
Trotzdem bleibt das BfS zuversichtlich, dass die Debatte noch in eine lösungsorientierte Richtung gelenkt werden kann. Ziel sei es, die Gespräche auf konkrete Schritte zu konzentrieren – statt auf spaltende Vergleiche oder Spekulationen. Bisher liegen jedoch keine weiteren Details zu alternativen Plänen oder Reaktionen anderer beteiligter Gruppen vor.
Kern des BfS-Vorschlags ist der Verzicht auf den Haltepunkt Heiligenstock zugunsten eines zentralen Knotenpunkts am Aachener Platz. Damit ließe sich der Parkdruck verringern, während die Verkehrsanbindung erhalten bliebe. Ob sich dieser Weg durchsetzen lässt, hängt nun davon ab, ob es den Akteuren gelingt, die erhitzten Gemüter zu beruhigen und sich auf gemeinsame Prioritäten zu besinnen.






