Hammer Raumstylisten schließt alle Filialen nach gescheiterter Rettung
Amelie SeidelHammer Raumstylisten schließt alle Filialen nach gescheiterter Rettung
Hammer Raumstylisten GmbH schließt alle verbleibenden Filialen nach gescheiterter Investorensuche
Die Hammer Raumstylisten GmbH wird alle verbliebenen Standorte schließen, nachdem es nicht gelungen ist, einen Käufer zu finden. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer bestätigte, dass keine Investorenlösung den spezialisierten Einzelhandelskonzern retten könne. Ohne sofortige Maßnahmen drohte dem Unternehmen der unmittelbare finanzielle Kollaps.
Das Insolvenzverfahren begann nach dem Zusammenbruch der Muttergesellschaft Schlau-Gruppe im Jahr 2025. Anfangs blieben noch rund 90 Hammer-Filialen übrig, doch 46 Standorte – vor allem in Niedersachsen – mussten schließen, nachdem sich keine Käufer fanden. Zu den ersten geschlossenen Niederlassungen zählten Filialen in Braunschweig, Wolfsburg und der umliegenden Region.
Ab dem 16. März begannen in diesen 46 Geschäften Räumungsverkäufe, die mittlerweile alle endgültig geschlossen sind. Trotz Verhandlungen mit zwei potenziellen Investoren kam keine Einigung zustande. Meyer warnte, dass eine Fortführung des Betriebs zu hohen Verlusten und einer Liquiditätskrise innerhalb weniger Wochen führen würde.
Die verbleibenden 41 Hammer-Filialen starten am 1. April mit Abverkäufen, um noch Mittel zu generieren. An diesem Tag sollen auch die offiziellen Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Parallel läuft weiterhin die Suche nach einem Käufer, doch eine vollständige Abwicklung gilt als wahrscheinlich.
Die Löhne der etwa 1.100 Beschäftigten werden bis März 2026 durch Insolvenzgeld abgesichert. Der Fusions- und Übernahmeprozess (M&A) bleibt zwar offen, weitere Fristverlängerungen sind jedoch nicht geplant.
Sämtliche Hammer-Raumstylisten-Filialen werden bis Anfang April entweder schließen oder in die finale Räumungsphase übergehen. Da kein Investor gefunden werden konnte, bleibt die Abwicklung die einzige verbleibende Option. Die Mitarbeiter erhalten zwar noch ein Jahr lang Insolvenzgeld, doch die Zukunft der Handelskette hängt nun von Vermögensverkäufen ab.






