Elvah GmbH meldet Insolvenz an – Ladeinfrastruktur-Dienstleistungen laufen weiter
Anna KrauseElvah GmbH meldet Insolvenz an – Ladeinfrastruktur-Dienstleistungen laufen weiter
Elvah GmbH meldet Insolvenz an – Betrieb läuft unter vorläufiger Verwaltung weiter
Die Elvah GmbH, ein auf datenbasierte Analysen für den öffentlichen Ladeinfrastrukturmarkt in Deutschland spezialisiertes Unternehmen, hat beim Amtsgericht Essen Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das E.On 2023 nach einer vorherigen Pleite übernommen hatte, wird seine Geschäfte fortsetzen und im Rahmen eines strukturierten Prozesses nach neuen Investoren suchen.
Das Amtsgericht Essen hat vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet und den Anwalt Gregor Bräuer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Trotz des Antrags bleiben die Dienstleistungen von Elvah – darunter die Elvah-Hub-Plattform und die E.On Drive Comfort-App – für Kunden und Partner vollumfänglich nutzbar.
Elvah konzentriert sich auf die Analyse öffentlicher Ladeinfrastrukturen und bietet Marktstudien, Preisberichte sowie Nutzerverhaltensanalysen an. Zudem entwickelt das Unternehmen Softwarelösungen zur Optimierung von Ladestationen-Netzwerken. Aktuelle Daten zeigen ein starkes Wachstum im Sektor: Allein im zweiten Halbjahr 2025 verzeichnete Elvah 35,8 Millionen Ladevorgänge (ein Plus von 24 %) und eine abgegebene Energiemenge von 909 Gigawattstunden (32 % mehr als im Vorjahreszeitraum). Kooperationen, etwa mit Localiser für eine verbesserte Standortplanung, haben die Reichweite des Unternehmens zusätzlich ausgebaut.
Der vorläufige Verwalter Gregor Bräuer betonte, dass das erfahrene Team und die etablierte Technologie zu den größten Stärken des Unternehmens zählten. Gordon Thompson, Geschäftsführer von Elvah, äußerte sich zuversichtlich, eine langfristige Lösung zu finden. Ziel des Insolvenzverfahrens sei es, das Unternehmen zu stabilisieren, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.
Elvah wird die Investorensuche unter Insolvenzschutz fortsetzen. Die Analyse- und Softwaredienstleistungen laufen weiterhin ohne Einschränkungen – für Kunden gibt es vorerst keine direkten Auswirkungen. Über die Zukunft des Unternehmens im wachsenden Markt für E-Auto-Ladeinfrastruktur wird der Ausgang des Investorenprozesses entscheiden.






