Brandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordhoffnungen und steigenden Kosten
Jakob KrausBrandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordhoffnungen und steigenden Kosten
Die Spargelsaison in Brandenburg hat offiziell begonnen – pünktlich zu Ostern wurden die ersten frischen Stangen in der Beelitz-Region geerntet, dem größten Anbaugebiet des Landes. Die Landwirte blicken optimistisch auf eine ertragreiche Ernte in diesem Jahr. Zu Saisonstart liegen die Preise zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm.
Brandenburg bleibt Deutschlands führender Spargelproduzent: Die Anbauflächen bleiben seit fünf Jahren stabil bei etwa 8.000 bis 8.500 Hektar. Allein im vergangenen Jahr wurden in der Region fast 19.000 Tonnen des Gemüses geerntet. Doch in dieser Saison sehen sich die Bauern mit steigenden Kosten konfrontiert.
Die Lohnkosten sind aufgrund der jüngsten Erhöhung des Mindestlohns gestiegen. Gleichzeitig haben die Dieselpreise wegen der Spannungen im Iran-Konflikt angezogen, was Treibstoff- und Transportkosten in die Höhe treibt. Supermarktketten üben weiterhin Druck auf die Landwirte aus, die Preise zu senken – viele müssen ihre Budgets noch stärker straffen.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Nachfrage nach Beelitzer Spargel ungebrochen. Mit zunehmender Verfügbarkeit werden die Preise voraussichtlich sinken und sich in den kommenden Wochen bei 10 bis 12 Euro pro Kilogramm einpendeln.
Die frühe Ernte startet in ein Umfeld höherer Produktionskosten und wachsendem Preisdruck. Nun geht es für die Bauern darum, die Nachfrage zu bedienen und gleichzeitig die Ausgaben im Griff zu behalten. Bei anhaltend guten Erträgen könnte die Branche in Brandenburg ein weiteres erfolgreiches Spargeljahr verzeichnen.






