Werder Bremen kämpft mit Transferpleiten und Verletzungspech in der Offensive
Amelie Seidel"Wie geplant gelaufen": Fritz erklärt die Transferpolitik von Werder Bremen - Werder Bremen kämpft mit Transferpleiten und Verletzungspech in der Offensive
Werder Bremens Transferpolitik steht in dieser Saison massiv in der Kritik. Sportdirektor Clemens Fritz räumte Fehler ein, verteidigte jedoch den langfristigen Ansatz des Vereins. Trotz des ehrgeizigen Plans, ein mutiges, auf junge Spieler setzendes Team aufzubauen, mehren sich die Probleme – vor allem in der Offensive und durch gescheiterte Transfers, was den Druck weiter erhöht.
Ursprünglich sollte die Sturmabteilung auf die beiden Angreifer Victor Boniface und Keke Topp setzen, die sich die Verantwortung teilen. Doch Bonifaces anhaltende Fitnessprobleme, die jüngst in einer erneuten Verletzung gipfelten, durchkreuzten diese Pläne. Gleichzeitig scheiterte der Versuch, Mittelfeldspieler Romano Schmid für eine hohe Ablösesumme zu verkaufen, was Bremen die nötigen finanziellen Mittel für Neuverpflichtungen entzog.
In der Abwehr glänzt dagegen der 18-jährige linksfüßige Verteidiger Karim Coulibaly als einer der wenigen Lichtblicke. Seit seinem Bundesliga-Debüt ist er Stammspieler, sein Marktwert explodierte förmlich – Top-Klubs zeigen großes Interesse. Bremen rechnet damit, ihn im Sommer 2026 für einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich abgeben zu können.
Fritz gestand die Rückschläge ein, betonte aber, dass im Kader weiterhin Potenzial stecke. Der Fokus bleibe auf der Förderung junger Talente, auch wenn die Schwächen im Angriff Fortschritte in anderen Bereichen überschatten.
In den kommenden Monaten steht Bremens Transferstrategie auf dem Prüfstand. Mit dem wahrscheinlich lukrativen Abgang Coulibalys muss der Verein seine offensiven Defizite beheben. Die gescheiterten Verkaufsversuche bei Spielern wie Schmid und Bonifaces Verletzungspech lassen kaum Spielraum für weitere Fehler.






