Weißstörche in Hessen: Nester auf Strommasten gefährden Infrastruktur und Vögel
Anna KrauseWeißstörche in Hessen: Nester auf Strommasten gefährden Infrastruktur und Vögel
Weißstörche kehren in wachsender Zahl nach Hessen zurück – doch ihre Nistgewohnheiten sorgen für Probleme
Die Vögel bauen ihre Nester zunehmend auf Strommasten und Bahnanlagen, was sowohl für die Tierwelt als auch für die Betreiber kritischer Infrastruktur zu Herausforderungen führt. Nun ergreifen die Behörden Maßnahmen, um Sicherheit und Artenschutz in Einklang zu bringen.
In den Landkreisen Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig hat die Zahl der Storchennester auf Strommasten stark zugenommen. Die oft metergroßen Konstruktionen bergen erhebliche Risiken: Stromschläge, Kollisionen oder Stromausfälle drohen, und das Gewicht der Nester kann die Masten destabilisieren.
Deutsche Bahn reagiert mit Alternativlösungen Das Unternehmen bringt in betroffenen Gebieten Ersatz-Nistplätze an. Gleichzeitig werden bestehende Nester vorsichtig von den Masten entfernt, und Abschreckungsmaßnahmen sollen verhindern, dass die Störche zurückkehren. Zudem werden windbetriebene Geräte getestet, um die Vögel von der Nestanlage auf Infrastruktur fernzuhalten.
Auch Bahnanlagen sind betroffen: Nistplätze auf Gleisen oder Oberleitungen können den Betrieb beeinträchtigen. Hier arbeitet das Unternehmen eng mit Naturschutzbehörden zusammen, um die Tiere zu schützen, ohne die Betriebssicherheit zu gefährden.
Langfristige Lösungen für Infrastruktur und Artenschutz Ziel ist es, durch alternative Nistmöglichkeiten und Abschreckungsmethoden die Risiken zu verringern, ohne die geschützte Art zu gefährden. Dafür ist eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und Infrastrukturverantwortlichen unerlässlich.






