14 April 2026, 10:08

Warum Misstrauen in Institutionen rechtsextreme Bewegungen stärkt – eine neue Analyse

Eine Gruppe von Menschen h├Ąlt ein Transparent mit der Aufschrift "├ľffne die Grenzen, rette Leben, bek├Ąmpfe Faschismus" vor einem Geb├Ąude mit Glasfenstern und einer Stange, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Stra├če.

Warum Misstrauen in Institutionen rechtsextreme Bewegungen stärkt – eine neue Analyse

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani hat untersucht, warum Misstrauen gegenüber Institutionen den Aufstieg rechtsextremer Bewegungen befeuert. In seinem neuen Buch "Gemeinschaften des Misstrauens" analysiert er, wie sich Menschen von Gerichten, Wissenschaft und Medien abwenden. Die Studie wirft ein neues Licht auf den Erfolg von Figuren wie Donald Trump oder der deutschen AfD.

El-Mafaalani argumentiert, dass digitale Medien es skeptischen Einzelpersonen ermöglicht haben, sich wie nie zuvor zu vernetzen. Diese Gruppen, die er als "Gemeinschaften des Misstrauens" bezeichnet, vertrauen allein einander und feindlich gesinnten politischen Kräften. Sobald sie sich gebildet haben, lehnen sie etablierte Institutionen vollständig ab.

Der Soziologe warnt, dass bloße Enthüllungen über die Inkompetenz der AfD deren Unterstützung nicht schwächen werden. Selbst wenn die Partei ihre Versprechen nicht einhält, werden ihre Wähler kaum wieder Vertrauen in die Demokratie fassen. Seine Analyse deutet darauf hin, dass herkömmliche Strategien gegen Populismus möglicherweise nicht mehr wirken.

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Das Buch zeichnet nach, wie populistische Führer gezielt das Vertrauen in staatliche Systeme untergraben. Indem sie das Vertrauen in Medien, Wissenschaft und Gerichte aushöhlen, schaffen sie einen Raum, in dem nur noch ihre eigenen Erzählungen gelten. El-Mafaalanis Erkenntnisse zeigen eine tiefgreifendere und hartnäckigere Herausforderung auf, als bisher angenommen.

Seine Arbeit unterstreicht, wie schwer es ist, einmal entstandenes Misstrauen wieder rückgängig zu machen. Die Forschung legt nahe, dass neue Ansätze nötig sind, um die Anziehungskraft rechtsextremer Bewegungen zu bekämpfen. Das Buch bietet einen Rahmen, um ihren wachsenden Einfluss zu verstehen – und möglicherweise entgegenzuwirken.

Quelle