Berlin weitet Quartiersmanagement auf 11 neue Stadtteile bis 2028 aus
Jakob KrausBerlin weitet Quartiersmanagement auf 11 neue Stadtteile bis 2028 aus
Der Berliner Senat hat Pläne bekannt gegeben, das Quartiersmanagement bis 2028 auf 11 weitere Stadtteile auszuweiten. Mit dieser Maßnahme sollen soziale Herausforderungen bewältigt und die lokale Entwicklung in besonders belasteten Bezirken gefördert werden. Damit wird das Programm künftig insgesamt 24 Kieze in der Hauptstadt umfassen.
Die neu ausgewählten Gebiete – Nauener Platz, Südpark, Askanischer Platz, Paul-Hertz-Siedlung, Neustadt West, Georg-Ramin-Siedlung, Tirschenreuther Ring, Britz Nord, Britz Süd, Bohlener Straße und Hausotterplatz – schließen sich den bestehenden 13 an, die im Rahmen der Initiative "Zusammenhalt im Quartier" gefördert werden. Diese Stadtteile wurden aufgrund drängender sozialer Probleme ausgewählt und erhalten zusätzliche Mittel für städtische und gemeinwesenorientierte Projekte.
Seit 1999 wurden über 700 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln in die Stabilisierung von 50 Berliner Bezirken investiert. Durch die Erweiterung soll die Unterstützung nun gezielter erfolgen: Vor-Ort-Teams werden lokale Netzwerke aktivieren und Projekte effizienter umsetzen. Gleichzeitig wechseln Stadtteile, die das Programm verlassen, in das Modell "Quartiersmanagement Light" – sie behalten eine Koordinationsstruktur und können weiterhin Fördergelder für sozialintegrative Arbeit beantragen.
Der neue Ansatz ermöglicht eine flexiblere Anpassung an sich wandelnde Bedarfe. Bewohner:innen in den erweiterten Gebieten erhalten mehr Möglichkeiten, ihre Kieze mitzugestalten, während die Stadt ihren Fokus auf nachhaltige Entwicklung stärkt. Mit der Ausweitung steigt die Zahl der geförderten Quartiere auf 24; die ersten neuen Teams sollen 2028 ihre Arbeit aufnehmen. Lokale Projekte profitieren von besserer Finanzierung und Koordination, während die ausscheidenden Gebiete weiterhin begrenzt unterstützt werden. Ziel der Änderungen ist es, stabilere und besser vernetzte Gemeinschaften in ganz Berlin zu schaffen.






