30 April 2026, 10:08

Vom kasachischen Dorf zur deutschen Meisterehre: Ein Gewichtheber-Leben

Offenes Buch mit handgeschriebenem genealogischen Familienbaum einer deutschen Familie, gefüllt mit detaillierten Ahneninformationen.

Vom kasachischen Dorf zur deutschen Meisterehre: Ein Gewichtheber-Leben

Viktor Neufeld, ein ehemaliger Profi-Gewichtheber, hat sich nach der Auswanderung seiner Familie aus Kasachstan in den frühen 1990er-Jahren ein neues Leben in Deutschland aufgebaut. Heute ist er verbeamteter Grundschullehrer, hält aber weiterhin deutsche Meistertitel in seinem Sport und bewahrt liebevolle Erinnerungen an seine alte Heimat.

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Geboren im Dorf Komsomolez – heute Karabalyk genannt – in der kasachischen Region Kostanai, wuchs Neufeld in einer Familie russlanddeutscher Abstammung auf. Sein Vater, selbst Gewichtheber-Trainer, führte ihn früh an den Sport heran. 1991 beschloss die Familie, nach Deutschland auszuwandern. Am 6. Juni trafen sie ein und lebten zunächst in Aufnahmeeinrichtungen, bevor sie sich in Nordrhein-Westfalen niederließen.

Seine aktive Wettkampfkarriere erstreckte sich über fast zwei Jahrzehnte, von 1998 bis 2016. In dieser Zeit wurde er mehrfach Deutscher Meister und gewann eine Silbermedaille bei den Junioren-Europameisterschaften. Ein besonderer Höhepunkt war 2011, als er bei der Weltmeisterschaft in Paris den 11. Platz belegte und dabei persönliche Bestleistungen aufstellte. Drei Jahre später hatte der Wettkampf in Almaty bei der WM 2014 eine besondere Bedeutung für ihn – es war eine Rückkehr in das Land, das einst seine Heimat gewesen war.

Heute lebt Neufeld mit seiner Frau und zwei Kindern in Eberbach-Pleutersbach in Baden-Württemberg. Zwar plant er nicht, dauerhaft nach Kasachstan zurückzukehren, doch hofft er, das Land irgendwann wieder zu besuchen. Noch immer ist er im Gewichtheben aktiv und hält derzeit den Titel des Deutschen Meisters in der Altersklasse 40–45 Jahre.

Neufelds Lebensweg verbindet zwei Länder, eine Lehrerkarriere und bleibende Erfolge im Gewichtheben. Seine Geschichte spiegelt sowohl tiefe Verwurzelung in Deutschland als auch eine ungebrochene Verbindung zu seinen kasachischen Wurzeln wider. Der Sport, den er einst durch die Anleitung seines Vaters kennenlernte, begleitet ihn bis heute.

Quelle