29 June 2026, 20:14

VBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: Fachkräftemangel droht zu verschärfen

Minijob-Reform: Baden-Württembergischer Unternehmensverband fordert Stopp

VBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: Fachkräftemangel droht zu verschärfen

Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des deutschen Minijob-Systems fallen zu lassen. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden zwar Änderungen prüfen, jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der VBU argumentiert, dass eine Abschaffung oder Einschränkung von Minijobs den Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen schwächen würde. Er warnt davor, dass Arbeitnehmer weniger Nettolohn erhalten würden, während Arbeitgeber mit höheren Kosten, mehr Bürokratie und weniger Flexibilität konfrontiert wären.

Für Branchen wie das Handwerk, mittelständische Unternehmen, den Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleister und soziale Einrichtungen sind Minijobs von zentraler Bedeutung. Sie helfen, saisonale Spitzenzeiten und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen. Der Verband weist zudem darauf hin, dass Minijobs bereits durch Pauschalabgaben erheblich zur Sozialversicherung beitragen.

Besonders betroffen von den geplanten Reformen wären Studierende, Rentner, Teilzeit-Eltern, Pflegekräfte und Personen mit Nebenjobs. Statt die Änderungen voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und die Belastung für Unternehmen zu verringern.

In seiner Stellungnahme betont der VBU die Risiken einer Umgestaltung des Minijob-Systems. Er macht deutlich, dass solche Reformen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber in zahlreichen Sektoren benachteiligen könnten. Eine gesetzliche Entscheidung der Regierung zu dieser Frage steht noch aus.

Quelle