Trigema-Erbin Grupp lehnt steuerfreien 1.000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer ab
Anna KrauseTrigema-Erbin Grupp lehnt steuerfreien 1.000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer ab
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich gegen den kürzlich von der Regierung beschlossenen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer ausgesprochen. Zwar zeigt sie sich offen für bestimmte Steueranpassungen, warnt jedoch vor einer wachsenden finanziellen Belastung der Unternehmen.
Grupp kritisierte den steuerfreien Bonus als kurzsichtigen Schritt. Sie argumentierte, Politiker dürften keine falschen Erwartungen wecken, indem sie „Geschenke mit fremdem Geld“ verteilten. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Regierung die letzten Details des Programms festlegt.
Gleichzeitig signalisierte sie bedingte Unterstützung für eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Allerdings bestehe sie darauf, dass jede Anhebung durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werden müsse. Ohne solche Gegenmaßnahmen fürchtet sie, dass die Kosten für Unternehmen unzumutbar werden könnten.
Ein weiteres zentrales Anliegen Grupps ist der stetige Anstieg der Lohnnebenkosten. Diese steigenden Belastungen bezeichnete sie als potenziell „erdrückend“ für Arbeitgeber, falls sie ungebremst blieben. Unterdessen hat Trigema selbst noch nicht entschieden, ob das Unternehmen den steuerfreien Bonus an die eigene Belegschaft weitergeben wird.
Die Debatte um den 1.000-Euro-Bonus hält an, wobei Grupps Position die Spannungen zwischen Steuerentlastung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit unterstreicht. Ihre Warnungen spiegeln größere Bedenken hinsichtlich der Arbeitskosten und der Haushaltsdisziplin wider. Eine endgültige Entscheidung Trigemas über die Bonuszahlung steht noch aus.






