Stromnetz-Ausbau stockt: Kommunen und Betreiber suchen Lösungen für die Energiewende
Jakob KrausStromnetz-Ausbau stockt: Kommunen und Betreiber suchen Lösungen für die Energiewende
Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um über den Ausbau der Stromnetze zu beraten. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert. Zu den zentralen Herausforderungen zählten der steigende Strombedarf und die zögerliche Entwicklung der Netzinfrastruktur.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die wachsende Belastung der Netze durch den erhöhten Verbrauch. Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Industrieverbraucher treiben die Nachfrage in die Höhe. Gleichzeitig entstehen zwar mehr Wind- und Solaranlagen, doch viele können wegen begrenzter Netzkapazitäten nicht angeschlossen werden.
Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte die Notwendigkeit, Erzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Großflächige Batteriespeicher wurden als mögliche Lösung diskutiert, um Angebot und Nachfrage auszugleichen – doch auch sie belasten das Netz zusätzlich. Wolfgang Brucker, Geschäftsführer des Verbands, forderte eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Energiewende reibungslos zu gestalten.
Der Regionalrat Freiburg kündigte Maßnahmen an, um die Koordination zu verbessern und Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Damit sollen Verzögerungen beim Anschluss von Erneuerbare-Energien-Projekten und Unternehmen an das Netz verringert werden.
Der Regionalverband Südlicher Oberrhein unterstrich die Dringlichkeit, die Netzinfrastruktur zügig zu modernisieren. Ohne schnelleren Ausbau werde das Wachstum der Erneuerbaren und die steigende Nachfrage die Kapazitäten weiterhin überfordern. Effiziente Zusammenarbeit und vereinfachte Genehmigungsprozesse gelten als entscheidend, um diese Probleme zu lösen.
