Spritrabatt in Deutschland: Wer profitierte wirklich von der Steuerentlastung?
Jakob KrausSpritrabatt in Deutschland: Wer profitierte wirklich von der Steuerentlastung?
Spritrabatt in Deutschland: Wie viel der Steuerentlastung kam wirklich bei den Autofahrern an?
Die deutsche Spritpreisbremse hat eine Debatte darüber ausgelöst, inwieweit die Steuerermäßigung tatsächlich bei den Verbrauchern ankam. Die Maßnahme kostete den Staat 1,6 Milliarden Euro – doch neue Studien deuten darauf hin, dass nicht alle Einsparungen an die Kraftfahrer weitergegeben wurden.
Laut ifo Institut wurde der Rabatt auf Superbenzin fast vollständig an die Autofahrer weitergereicht. Bei den Sorten Super E5 und Super E10 lagen die Ersparnisse bei 17 bzw. 16 Cent pro Liter und entsprachen damit exakt der Steuerentlastung. Grundlage der Analyse war ein Vergleich mit den Spritpreisen in Frankreich.
Die Monopolkommission gelangte hingegen zu einem anderen Ergebnis. Ihre Untersuchung zeigt, dass ein Teil des Diesel-Rabatts bei den Mineralölkonzernen blieb, statt die Verbraucher zu entlasten. Die unterschiedlichen Schlussfolgerungen der beiden Studien könnten auf abweichende Methoden bei der Bewertung der Rabattwirkung zurückzuführen sein.
Die Erkenntnisse des ifo Instituts widersprechen zudem früheren Aussagen des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV). Der Verband hatte behauptet, die gesamte Steuerermäßigung sei an die Verbraucher weitergegeben worden.
Der Spritrabatt läuft Ende Juni aus – dann drohen die Preise wieder zu steigen. Die Maßnahme hat den Staat 1,6 Milliarden Euro gekostet, doch nicht alle geplanten Ersparnisse kamen bei den Autofahrern an, insbesondere nicht beim Diesel.
