Spritpreisbremse enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Elias LehmannSpritpreisbremse enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Deutschlands dreimonatige Spritpreisbremse trat am 1. Mai in Kraft – doch die erhoffte Entlastung für Autofahrer bleibt hinter den Erwartungen zurück. Kritiker monieren, dass Tankstellen nur einen Teil der Steuerermäßigung an die Verbraucher weitergeben. An der Zapfsäule fallen die Ersparnisse damit geringer aus als versprochen.
Die Regierung hatte die Kraftstoffsteuern um 17 Cent pro Liter sowohl für Diesel als auch für Superbenzin gesenkt. Doch die Tankstellen gaben im Schnitt lediglich 4 Cent bei Diesel und 12 Cent bei Superbenzin an die Kunden weiter – deutlich weniger als die volle Steuerentlastung vorsah.
Experten führen die begrenzte Wirkung der Maßnahme auf Deutschlands starke Abhängigkeit von Kraftstoffimporten zurück. Angesichts anhaltender Lieferengpässe konnte der Rabatt den Gesamtverbrauch von Diesel und Benzin kaum drosseln. Zudem profitieren vor allem einkommensstärkere Haushalte, die in der Regel mehr für Sprit ausgeben – ein Mangel an Zielgenauigkeit der Förderung.
Zwar sanken die Preise kurz nach Einführung der Subvention leicht, doch die tatsächlichen Ersparnisse bleiben hinter den offiziellen Prognosen zurück. Viele Autofahrer zweifeln mittlerweile daran, ob die Maßnahme überhaupt spürbare Entlastung bringt.
Ursprünglich sollte die Spritpreisbremse die Belastung für Kraftfahrer in Zeiten hoher Energiepreise mindern. Doch weil die Tankstellen die Steuerersparnis nur teilweise weiterreichen, fällt der Effekt bescheiden aus. Zudem steht die Regierung in der Kritik, weil vor allem Besserverdiener von der Steuerentlastung profitieren.






