SPD stoppt geplante Gehaltserhöhung für Bundestagsabgeordnete 2024
Abgeordnete des Deutschen Bundestags hätten ab dem 1. Juli automatisch eine Gehaltserhöhung von 4,2 Prozent erhalten sollen. Doch innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion regt sich zunehmend Widerstand gegen die für dieses Jahr geplante Anpassung. Einige führende Vertreter halten den Zeitpunkt nun für ungeeignet.
Seit 2014 sind die Diäten der Parlamentarier an den Nominallohnindex gekoppelt und passen sich jährlich automatisch an. Dirk Wiese, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD, verteidigte dieses System als bewährt und funktionsfähig. Er betonte zudem, dass die Abgeordneten ihre Bezüge nicht selbst festlegen – die Anpassungen folgen vielmehr den allgemeinen Lohntrends.
Die Erhöhung um 4,2 Prozent war für Juli vorgesehen gewesen. Allerdings forderte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf, auf die Gehaltsanpassung zu verzichten. Wiese schloss sich dieser Position später an und erklärte, der Verzicht in diesem Jahr sei die richtige Entscheidung. Als Gründe nannte er die aktuelle wirtschaftliche Lage sowie anstehende Reformen.
Die geplante Gehaltserhöhung wird 2024 nun nicht umgesetzt. SPD-Spitzenvertreter argumentieren, dass die wirtschaftliche Situation und bevorstehende Reformvorhaben die Erhöhung unangemessen erscheinen lassen. Die Entscheidung folgt internem Druck, die automatische Anpassung zu überdenken.






