SkF schließt traditionsreiche Beratungsstelle in Braunschweig nach 100 Jahren
Jakob KrausSkF schließt traditionsreiche Beratungsstelle in Braunschweig nach 100 Jahren
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Schwangerschafts- und Familienberatungsstelle in Braunschweig
Ende des Monats wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Schwangerschafts- und Familienberatungsstelle in Braunschweig nach über einem Jahrhundert engagierter Arbeit schließen. Finanzielle Engpässe zwingen die Einrichtung trotz des Einsatzes der Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen zur Aufgabe.
Wie der SkF mitteilte, endet damit nicht nur die Beratungsarbeit in der Stadt, sondern auch zwei zentrale Projekte. Allein im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien das Angebot der Stelle, während 89 Personen an präventiven Programmen wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ teilnahmen. Die Babysimulatoren befinden sich noch in gutem Zustand und könnten von anderen zertifizierten Einrichtungen mit einem passenden Konzept weitergenutzt werden.
Die Schwangerschaftsberatung wird ab dem 1. Juli von der Caritas am selben Standort in der Kasernenstraße 30 übernommen. Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, bleibt in Teilzeit bei der Caritas tätig. Für die beiden anderen Projekte konnten jedoch keine neuen Träger gefunden werden.
Der SkF dankte allen Spenderinnen, Spendern sowie Stiftungen in der Region für ihre Unterstützung, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus. Der lokale SkF-Verein in Braunschweig wird nun aufgelöst.
Mit der Schließung der Beratungsstelle endet eine über hundertjährige Tradition des SkF in Braunschweig. Während die Schwangerschaftsberatung unter dem Dach der Caritas weitergeführt wird, fallen die beiden Spezialprojekte weg. Für die Babysimulatoren könnte sich jedoch noch eine neue Nutzung bei einer anderen Einrichtung ergeben.
