Sexpuppen: Wie sie Kultur, Geschlechterrollen und Gesellschaft prägen
Anna KrauseSexpuppen: Wie sie Kultur, Geschlechterrollen und Gesellschaft prägen
Sexpuppen in der Kulturgeschichte: Ein taz-Queer-Talk mit Susanne Regener
Die emeritierte Professorin Susanne Regener wird beim nächsten taz-Queer-Talk über die kulturelle Geschichte von Sexpuppen sprechen. Die von taz-Redakteur Jan Feddersen moderierte Veranstaltung beleuchtet, wie diese Objekte in den Medien seit fast einem Jahrhundert dargestellt werden. Regener untersucht in ihrer Forschung zudem, welchen Einfluss sie auf Geschlechterverhältnisse und gesellschaftliche Wahrnehmungen haben.
Seit Jahrzehnten widmet sich Regener der Erforschung marginalisierter Gruppen – von Homosexuellen und Gefangenen über psychisch Kranke bis hin zu Roma-Gemeinschaften. In ihrer aktuellen Arbeit rückt sie nun auch Nutzer:innen von Sexpuppen in den Fokus: Wie werden diese Produkte vermarktet? Wie interagieren Käufer:innen mit ihnen? Und ersetzen realistisch gestaltete Puppen wie die "Real Doll" in manchen Fällen zwischenmenschliche Beziehungen?
Ihre Forschungsthemen sind vielfältig: Sie reichen von True Crime über weibliche Bildwelten, KI und Liebe bis hin zur kulturellen Bedeutung der Hand. Als Expertin für visuelle Kultur analysiert sie kritisch, wie die Gesellschaft jene darstellt – und oft ausgrenzt –, die am Rand stehen.
Der taz-Queer-Talk entsteht in Kooperation mit Queer Nations e.V., einer Berliner Initiative. Zwar wird bei der Diskussion die fast hundertjährige Geschichte der Puppen thematisiert, doch über ihren rechtlichen und gesellschaftlichen Status in Deutschland gibt es seit ihrem Verkaufsstart kaum öffentliche Daten.
Die Veranstaltung ist Teil der taz-Reihe mit öffentlichen Gesprächen. Regener will mit ihren Erkenntnissen ein oft vernachlässigtes Phänomen der modernen Kultur beleuchten. Da es keine offiziellen Aufzeichnungen über die rechtliche oder soziale Entwicklung der Puppen in Deutschland gibt, bleiben viele Fragen offen – und damit Raum für Debatten.






