Schleswig-Holstein fördert klimafreundliche Heizsysteme in Gebieten ohne Fernwärme
Jakob KrausFörderung für den Wärmetransitionsprozess in Stadtteilen ohne Fernwärme - Schleswig-Holstein fördert klimafreundliche Heizsysteme in Gebieten ohne Fernwärme
Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat neue Förderrichtlinien vorgestellt, um den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme zu beschleunigen. Im Fokus stehen dabei Gebiete, in denen Fernwärme keine praktikable Lösung darstellt – hier sollen Eigentümer:innen zu alternativen Heizmethoden motiviert werden. Umweltminister Tobias Goldschmidt betonte die Dringlichkeit, fossile Brennstoffe zu ersetzen, um die Erderwärmung zu bekämpfen und langfristig bezahlbare Wärmeversorgung zu sichern.
Die überarbeiteten Richtlinien sehen finanzielle Unterstützung für Kommunen, lokale Versorger und Zweckverbände vor. Diese können nun Mittel für Planungs- und Beratungsleistungen in Gebieten ohne Fernwärmeanschluss beantragen. Ziel des Landes ist es, Gemeinden bei der Suche nach Alternativen zu unterstützen, um bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen.
Die kommunale Wärmeplanung läuft in der gesamten Region noch an. Größere Städte müssen ihre Strategien bis Mitte 2026 finalisieren, kleinere Gemeinden haben bis 2028 Zeit. Der Ausbau der Fernwärme bleibt jedoch kostspielig – mit bis zu 10.000 Euro pro Meter – und lässt viele Gebiete ohne Zugang zurück. Derzeit heizen die meisten Haushalte noch mit Erdgas oder Öl, während Wärmepumpen aufgrund begrenzter Netzkapazitäten auf Hindernisse stoßen.
Goldschmidt unterstrich, dass der Ausstieg aus fossilen Heizsystemen sowohl aus ökologischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen unverzichtbar sei. Die Förderung solle den Übergang erleichtern, indem sie Beratungsleistungen und praktische Maßnahmen abdeckt.
Das neue Förderprogramm richtet sich an Gemeinden ohne Fernwärme-Infrastruktur und unterstützt sie bei der Umstellung auf saubere Alternativen. Schleswig-Holsteins Initiative steht im Einklang mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 und setzt auf konkrete Hilfen für die Kommunen. Betroffene Eigentümer:innen müssen sich künftig nach neuen Heizlösungen umsehen, da fossile Systeme schrittweise abgebaut werden.