03 April 2026, 00:10

S-Bahn S11 in NRW: 836 Millionen für mehr Takt – doch Bauverzögerungen drohen

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und ein paar Gegenstände auf der linken Seite des Bahnsteigs.

S-Bahn S11 in NRW: 836 Millionen für mehr Takt – doch Bauverzögerungen drohen

Nordrhein-Westfalen treibt den 836-Millionen-Euro-Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln voran

Das mit 305 Millionen Euro vom Land und 531 Millionen Euro vom Bund finanzierte Projekt soll nach seiner Fertigstellung schnellere und häufigere Verbindungen ermöglichen. Doch Verzögerungen und Planungskonflikte mit anderen Baustellen gefährden den ursprünglich geplanten Abschluss im Jahr 2032.

Nach Erteilung der Planfeststellung kann die DB InfraGO nun Ausschreibungen für Bauleistungen starten und Streckensperrungen anmelden. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) rechnet damit, dass die finalen Baugenehmigungen noch in diesem Sommer erteilt werden. Sobald die Arbeiten beginnen, müssen Pendler:innen sich auf jahrelange Einschränkungen einstellen – die erste größere Streckensperrung ist bereits für kurz nach Ostern 2026 vorgesehen.

Der Ausbau umfasst den Bau eines zweiten Gleises auf der S11-Strecke, die Modernisierung des Bahnhofs Bergisch Gladbach sowie einen komplett neuen Haltepunkt in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut. Am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz entstehen jeweils zwei neue Mittelbahnsteige mit je zwei S-Bahn-Gleisen.

Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, äußerte die Hoffnung, dass die Bauarbeiten bereits Ende 2030 beginnen könnten. Doch der Zeitplan bleibt ungewiss, da es zu Überschneidungen mit anderen Bahnprojekten kommt. Nach der Inbetriebnahme soll die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Stoßzeiten fast alle fünf Minuten.

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Ziel des Ausbaus ist es, die Kapazität und Pünktlichkeit für tausende Pendler:innen täglich zu verbessern. Angesichts des 836-Millionen-Budgets und der jahrelangen Bauphase müssen sich Fahrgäste jedoch auf längere Reisebehinderungen einstellen. Der Erfolg des Projekts hängt nun davon ab, ob die Planungsherausforderungen bewältigt und in den kommenden Monaten alle notwendigen Genehmigungen erteilt werden.

Quelle