07 May 2026, 22:07

Rheinmetall wächst – doch die Börse bestraft schwache Quartalszahlen

Altes deutsches Aktienzertifikat, ausgestellt von der deutschen Regierung, mit gedrucktem Text und numerischen Details.

Rheinmetall wächst – doch die Börse bestraft schwache Quartalszahlen

Rheinmetall verzeichnet gemischte Ergebnisse im ersten Quartal – Umsatz und Gewinn steigen, verfehlen aber Erwartungen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal gemischte Zahlen vorgelegt: Zwar stiegen Umsatz und Gewinn, doch blieben sie hinter den Markterwartungen zurück. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse gaben die Aktien des Unternehmens um über 2 % nach – trotz eines deutlichen Anstiegs des Auftragsbestands um 31 % auf 73 Milliarden Euro. Anleger reagierten enttäuscht auf die schwächer als erwartet ausgefallenen Kennziffern, während das Unternehmen weiterhin seine Expansionspläne vorantreibt.

Der Umsatz kletterte im ersten Quartal auf 1,94 Milliarden Euro, was einem Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Allerdings verfehlte das Ergebnis die Prognosen der Analysten um 330 Millionen Euro. Auch das operative Ergebnis legte um 17 % auf 224 Millionen Euro zu, blieb jedoch 38 Millionen Euro unter den Erwartungen.

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Der Neugeschäftseingang brach dagegen um 55 % auf 4,90 Milliarden Euro ein – ein Rückgang, der vor allem auf außergewöhnlich große Aufträge im Vorjahr zurückzuführen ist. Dennoch weitete Rheinmetall seinen Gesamtauftragsbestand deutlich aus, der nun erstmals auch den Bereich Maritime Systeme umfasst.

Für die Zukunft verfolgt das Unternehmen mehrere Wachstumschancen. So führt Rheinmetall Gespräche mit Lockheed Martin und lotet Kooperationen mit Raytheon für die Raketenproduktion aus. Zudem plant der Konzern gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus die Herstellung von Marschflugkörpern; die Produktion soll Ende 2026 oder Anfang 2027 anlaufen. Verhandelt wird außerdem mit mehreren Ländern im Nahen Osten über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025.

Um die eigene Sparte für Marinesysteme zu stärken, erwägt Rheinmetall die Übernahme der German Naval Yards Kiel sowie eine Beteiligung an der rumänischen Werft Mangalia. Das Unternehmen hält an seiner langfristigen Prognose fest und erwartet bis Ende 2026 einen Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro sowie eine operative Marge von rund 19 %.

Zwar zeigte Rheinmetalls erstes Quartal Wachstum, doch die verfehlten Ziele enttäuschten die Anleger. Der stark gestiegene Auftragsbestand und strategische Partnerschaften unterstreichen jedoch die ehrgeizigen Pläne des Konzerns in den Bereichen Verteidigung und Maritetechnik. Nun wird sich zeigen, wie sich die anstehenden Geschäfte und Produktionsvorhaben in den kommenden Quartalen entwickeln.

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