21 June 2026, 02:05

"Radikale Freundlichkeit": Warum wir uns über Alltagsärger freuen sollten

Die Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

"Radikale Freundlichkeit": Warum wir uns über Alltagsärger freuen sollten

Radikale Freundlichkeit: Wie ein neues Buch uns lehrt, Alltagsärger in Dankbarkeit zu verwandeln

Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ schlägt einen ungewöhnlichen Umgang mit täglichen Frustrationen vor. Die Autorin möchte Verärgerung durch Dankbarkeit ersetzen und schroffe Worte durch sanftere Formulierungen. Ziel ist es, die Art und Weise zu verändern, wie Menschen auf kleine Missgeschicke oder Störungen reagieren.

Inspiriert von den Thesen des Buches will die Schriftstellerin künftig selbst bei geringfügigen Unterbrechungen Dankbarkeit zeigen – statt sich zu ärgern. Auch auf Beleidigungen wie „Idiot“ verzichtet sie und greift stattdessen zu milderen Begriffen wie „kognitiver Minimalist“, wenn sie sich selbst kritisiert.

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Die Idee speist sich aus sprachlichen Besonderheiten anderer Kulturen. Isländer kennen über 50 Wörter für Schnee, während Österreicher mindestens genauso viele für „Idiot“ parat haben – von „Dodel“ bis „Vollkoffer". In Österreich wird das Fluchen sogar mit einer Energiequelle oder Yoga verglichen, was zeigt, wie stark Sprache Emotionen prägt.

Auf der Südautobahn etwa empfinden Österreicher langsame Fahrer nicht als nervig, sondern als belebend. Diese Perspektive passt perfekt zum Kern der Botschaft: Ärgernisse mit Wärme zu begegnen.

Das Experiment der Autorin besteht darin, Frustration im Alltag durch Freundlichkeit zu ersetzen. Indem sie bewusst Dankbarkeit und eine sanftere Sprache wählt, hofft sie, eine gelassenere und positivere Grundhaltung zu entwickeln. Die Methode setzt auf kleine, praktische Veränderungen – nicht auf große Gesten.

Quelle