Pflegeversicherung droht 7,5-Milliarden-Loch – und es wird noch schlimmer
Amelie SeidelPflegeversicherung droht 7,5-Milliarden-Loch – und es wird noch schlimmer
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht in diesem Jahr vor einem deutlich höheren Finanzloch als erwartet. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat den Landesgesundheitsministern nun aktualisierte Zahlen vorgelegt.
Frühere Schätzungen gingen von einer Finanzlücke in Höhe von 6 Milliarden Euro für das Jahr 2023 aus. Doch neuere Berechnungen zeigen, dass das tatsächliche Defizit bei 7,5 Milliarden Euro liegt. Die Ministerin übermittelte diese Nachricht kürzlich in Gesprächen mit den Gesundheitsbehörden der Länder.
Die Aussichten für die kommenden Jahre sind noch düsterer. Warken warnte, dass sich das Defizit bis 2028 auf über 15 Milliarden Euro belaufen könnte, falls sich die aktuelle Entwicklung fortsetzt.
Die aktualisierten Zahlen unterstreichen die wachsende finanzielle Belastung des deutschen Pflegesystems. Die Verantwortlichen stehen nun vor der Aufgabe, sowohl kurz- als auch langfristig Lösungen für die steigenden Kosten zu finden.






