24 June 2026, 20:04

Opernhäuser tauschen Kunst gegen Lifestyle – ist das noch Hochkultur?

Die Neue Kitschigkeit

Opernhäuser tauschen Kunst gegen Lifestyle – ist das noch Hochkultur?

Opernhäuser verändern ihre Präsentation in den sozialen Medien. Viele setzen mittlerweile auf Lifestyle und Unterhaltung statt auf die Kunst der Musik. Auf Instagram dominieren Drinks, Ablenkungen und Wohlfühlerlebnisse – künstlerische Tiefe tritt in den Hintergrund.

Das Konto der Wiener Staatsoper, betreut von Hemma und Jakob, inszeniert das Haus wie einen Spielplatz oder einen Ort zum Essen. Ihre Beiträge betonen Spaß und Genuss statt der Aufführungen. Ähnlich wirbt die Festspielhaus Baden-Baden mit „Klassik und Spritz“ oder „Sundownern mit DJ“ auf der Terrasse.

Die Staatsoper Berlin zeigt auf Instagram oft Dankbarkeit gegenüber Sponsoren wie BMW. Der Fokus liegt hier auf Unternehmenskooperationen, nicht auf künstlerischen Inhalten. Die Bayerische Staatsoper hingegen hebt sich ab: Sie setzt auf Wagner, ihr Orchester und ihre musikalische Philosophie.

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In den großen Häusern wird Oper nicht mehr als Raum für Reflexion oder Debatte vermittelt. Stattdessen wird sie als Wohlfühlziel mit Nebeneffekten vermarktet. Der Wandel ist deutlich: Die meisten Opernhäuser nutzen Instagram, um einen Lifestyle zu verkaufen – nicht die Musik selbst. Nur wenige, wie die Bayerische Staatsoper, stellen noch die Kunst über das Drumherum.

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