Neuwieds Tag der Religionen verbindet Geschichte und Toleranz in einem Fest
Elias LehmannNeuwieds Tag der Religionen verbindet Geschichte und Toleranz in einem Fest
Neuwied feiert seinen jährlichen Tag der Religionen mit besonderer Bedeutung
Am 4. Juni beging Neuwied seinen traditionellen Tag der Religionen – ein Schlüsselmoment in der Stadtgeschichte. Das Fest erinnert an die Freiheitsrechte, die den Bürgern 1662 gewährt wurden und die bis heute das einzigartige kulturelle Gesicht der Stadt prägen. In diesem Jahr erhielt die Feier eine besondere Note, da sie mit dem Fronleichnamsfest zusammenfiel und so die zeitlosen Werte Neuwieds in den Mittelpunkt stellte.
Der Tag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Matthias-Kirche. Später versammelten sich zahlreiche Besucher am Engel der Kulturen in der Fußgängerzone, um gemeinsam zu feiern. Prinzessin Sophie Charlotte empfing die Gäste anschließend im Innenhof von Schloss Neuwied, wo die historischen Freiheitsrechte verlesen wurden.
Am 4. Juni 1662 hatte Graf Friedrich zu Wied der Stadt außergewöhnliche Rechte zugesichert – darunter vor allem das Recht auf freie Religionsausübung. Diese Freiheit zog vielfältige Glaubensgemeinschaften nach Neuwied und begründete ein Erbe der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens.
Bürgermeister Peter Jung betonte in seiner Rede die Bedeutung des Tages der Religionen. Freiheit, Toleranz und Respekt seien die Grundpfeiler der Neuwieder Identität, so Jung. Gleichzeitig blickt die Stadt bereits auf ihr Jubiläumsjahr 2027 voraus, das unter dem Motto 365 Jahre Freiheiten – 365 Tage Toleranz und Freiheit stehen wird.
Der Tag der Religionen bleibt eine lebendige Tradition in Neuwied. Er würdigt die Freiheiten, die die Stadt geprägt haben, feiert ihr vielfältiges Erbe und bekräftigt das Bekenntnis der Gemeinschaft zu den Werten, die vor Jahrhunderten gegründet wurden.






