Mieterbund fordert faire Verteilung der Modernisierungskosten nach Einkommen
Jakob KrausMieterbund fordert faire Verteilung der Modernisierungskosten nach Einkommen
Der Präsident des deutschen Mieterbunds hat dringende Änderungen bei der Verteilung von Modernisierungskosten auf Mieter gefordert. Axel Gedaschko kritisierte, dass das aktuelle System einkommensschwache Haushalte ungleich belastet, da sie dieselben Kosten tragen müssen wie wohlhabendere Nachbarn.
Nach geltendem Recht können Vermieter die vollen Modernisierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko verdeutlichte die Ungerechtigkeit am Beispiel einer alleinerziehenden Krankenschwester im Vergleich zu einem Doppelverdiener-Paar – beide zahlen derzeit nach einer Sanierung denselben Mietzuschlag.
Er schlug ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Besserverdiener einen höheren Anteil der Modernisierungskosten übernehmen. Der Mieterbund-Chef betonte, dass das Einkommen stärker berücksichtigt werden müsse, um die Belastung für jeden Mieter fair zu gestalten. Seine Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierungsparteien unter Druck stehen, das System zügig zu reformieren.
Gedaschkos Vorschlag zielt darauf ab, die Mietbeiträge nach Einkommen zu staffeln, statt pauschale Erhöhungen vorzunehmen. Sollte die Reform umgesetzt werden, würde die finanzielle Last bei Sanierungen stärker auf besser verdienende Mieter verlagert. Der Mieterbund wartet nun auf eine Reaktion der Politik zu seinem Reformplan.






