26 March 2026, 08:08

Merz warnt: Deutschland ist nicht verteidigungsfähig – trotz Milliardeninvestitionen

Plakat mit einem Soldaten in Helm und militärischer Uniform, der eine Waffe hält, mit dem Text "Investiere in Invasion, Kaufe Kriegsanleihen" darüber.

Merz warnt: Deutschland ist nicht verteidigungsfähig – trotz Milliardeninvestitionen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, Deutschland sei derzeit nicht in der Lage, sich selbst zu verteidigen. In einer aktuellen Stellungnahme bezeichnete er die Stärkung der militärischen Fähigkeiten des Landes als oberste Priorität der Regierung. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der Berlin die Verteidigungsausgaben massiv erhöht, um die NATO-Vorgaben zu erfüllen und die seit langem bestehenden Schwächen der Bundeswehr zu beheben.

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Merz betonte, dass wahre Stärke im Inneren beginne. Eine robuste Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze bildeten seiner Ansicht nach die Grundlage für militärische Handlungsfähigkeit. Ohne innere Stabilität, warnte er, könne Deutschland seine Interessen in Europa und weltweit nicht durchsetzen.

Der Kanzler machte zudem deutlich, dass viele der aktuellen Herausforderungen hausgemacht seien. Die Lösungen lägen demnach in eigenem Handeln Deutschlands – und nicht in äußeren Umständen. Seine bewusste Wortwahl – "handlungsfähig werden" – signalisiert einen Bruch mit dem gegenwärtigen Zustand der Verwundbarkeit.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Verteidigungsausgaben stark gestiegen, um die Bundeswehr wieder aufzubauen. Die Mittel stiegen von 52 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 86,4 Milliarden im Jahr 2025, für 2026 sind 108 Milliarden vorgesehen. Ziel ist es, die stärkste konventionelle Armee Europas aufzustellen und die NATO-Vorgabe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung zu erreichen. Neue Investitionen fließen in Panzer, Cyberabwehr und eine umfassende Modernisierung, um die Bündnisstandards zu erfüllen.

Doch der Fortschritt sieht sich Hindernissen gegenüber. Trotz öffentlicher Unterstützung kritisieren Beobachter die zögerliche Umsetzung und anhaltenden Personalengpässe. Die Bundeswehr strebt eine Truppenstärke von 260.000 Soldaten an, scheitert jedoch an der Rekrutierung. Im Gegensatz zu flexibleren NATO-Partnern fehlt Deutschland zudem eine einheitliche strategische Planung, was Lücken in der langfristigen Einsatzbereitschaft hinterlässt.

Der Regierungsplan zum Wiederaufbau der militärischen Stärke folgt auf Jahrzehnte der Unterfinanzierung. Zwar sind die Ausgaben deutlich gestiegen, doch bleibt die Herausforderung, die Mittel in operative Fähigkeiten umzuwandeln. Der Erfolg hängt davon ab, die Personalengpässe zu schließen und eine klarere Verteidigungsstrategie zu entwickeln.

Quelle