Ludwigshafener Schüler drehen Imagefilm gegen das schlechte Image ihrer Schule
Elias LehmannSchüler möchten das Image der problematischen Schule verbessern - Ludwigshafener Schüler drehen Imagefilm gegen das schlechte Image ihrer Schule
Schüler der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen drehen einen Imagefilm, um das öffentliche Bild ihrer Schule neu zu prägen. Das Projekt umfasst selbstgedrehte Videos, Tanzeinlagen und künstlerische Beiträge aus jeder Klasse. Doch die Initiative sorgt für Diskussionen, nachdem die AfD-Fraktion im Landtag die Finanzierung und den Zweck hinterfragt hat.
Die Schule stand in den vergangenen Jahren wiederholt in der Kritik. Polizeieinsätze, bei denen Reizgas zum Einsatz kam, sowie ein mutmaßlicher Messerangriff führten zu Forderungen nach strengerer Aufsicht. Als Reaktion führte das Land ein Präventionsprogramm ein, um die Betreuung an Problemschulen zu verbessern.
Nun nehmen die Schülerinnen und Schüler die Sache selbst in die Hand. Jede Klasse trägt zum Film bei, der die positiven Seiten der Einrichtung zeigen soll. Ein externer ehrenamtlicher Trainer begleitet das Projekt unentgeltlich, während das Bildungsministerium bestätigte, keine direkten Mittel bereitzustellen.
Die Kosten für den Film übernimmt das Startchancen-Programm, das eine branchenübliche Rechnung der Produktionsfirma beglich. Weder das Ministerium noch die Schulbehörden haben jedoch die genaue Summe genannt. Über die Laufzeit des Projekts und die Vorführorte des fertigen Films entscheiden lokale Organisatoren.
Die AfD übt scharfe Kritik und fordert eine Sonderdebatte im Landtag, um die Verwendung öffentlicher Gelder zu prüfen. Trotz der Kontroverse setzen Schüler und Lehrkräfte ihre Pläne um.
Der Imagefilm bleibt ein von den Schülerinnen und Schülern getragenes Vorhaben, um das Ansehen der Schule wiederherzustellen. Auch wenn die genauen Finanzdetails nicht offengelegt werden, stützt sich das Projekt auf Fördermittel aus dem Startchancen-Programm. Die Endfassung wird Beiträge aus der gesamten Schülerschaft vereinen, während die Aufführungen von lokalen Verantwortlichen organisiert werden.