Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Briefwahlanteil sinkt deutlich gegenüber 2021
Elias LehmannGeringerer Anteil an Briefwählern - Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Briefwahlanteil sinkt deutlich gegenüber 2021
Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Weniger Briefwahl als 2021 erwartet
Bei der anstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wird der Anteil der Briefwähler voraussichtlich niedriger ausfallen als 2021. Damals hatte die Pandemie den Anteil der Briefwahl auf 66 Prozent aller abgegebenen Stimmen getrieben. Diesmal rechnen Wahlbeamte bei einer erwarteten Wahlbeteiligung von 65 Prozent mit etwa 52 Prozent Briefwählern.
Stand Mittwoch hatten bereits rund 34 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen beantragt. Wer noch per Briefwahl abstimmen möchte, kann dies bis Freitag, 15:00 Uhr, bei der örtlichen Gemeinde- oder Stadtverwaltung beantragen.
Die Wahllokale für die Präsenzwahl öffnen am Sonntag von 8:00 bis 18:00 Uhr. Wähler können ihre Stimme auch ohne Wahlbenachrichtigung abgeben – ein gültiger Personalausweis oder Reisepass sowie die Eintragung im Wählerverzeichnis genügen.
Bei der Wahl 2021 hatte die SPD mit 35,7 Prozent ihr bestes Ergebnis seit Jahren erzielt, während die CDU mit 27,7 Prozent ihr historisch schlechtestes Abschneiden verbuchte. Die Grünen legten um vier Prozentpunkte auf 9,3 Prozent zu, und die Freien Wähler zogen mit 5,4 Prozent erstmals in den Landtag ein. Die AfD verzeichnete einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent auf 8,3 Prozent. Daraus resultierte eine SPD-Grünen-FDP-Koalition unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die damit 35 Jahre SPD-geführte Regierungsverantwortung fortsetzte.
Die Wahlbehörde erwartet in diesem Jahr eine Rückkehr zur Präsenzwahl. Da der Briefwahlanteil sinkt, könnten sich Wahlbeteiligung und Stimmverhalten im Vergleich zur pandemiegeprägten Wahl 2021 unterscheiden. Wer nicht persönlich wählen möchte, hat noch bis Freitagnachmittag Zeit, Briefwahl zu beantragen.






