1&1 AG 2025: Leichter Umsatzzuwachs, aber deutlicher Gewinnrückgang trotz Netzausbaus
Amelie Seidel1&1 AG 2025: Leichter Umsatzzuwachs, aber deutlicher Gewinnrückgang trotz Netzausbaus
1&1 AG legt gemischte Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor
Die 1&1 AG hat ihre Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht, die eine durchwachsene Entwicklung in zentralen Bereichen zeigen. Zwar stieg der Gesamtumsatz leicht, doch die Erträge brachen deutlich ein. Gleichzeitig trieb das Unternehmen den Ausbau seines Mobilfunknetzes voran – bleibt für die flächendeckende Versorgung aber weiterhin auf die Infrastruktur von Vodafone angewiesen. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 0,05 Euro pro Stammaktie erhalten; der Vorstand schlägt diese Höhe auch für 2025 vor.
Der Konzernumsatz kletterte 2025 um 1,8 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) sank jedoch um 9,0 Prozent auf 537,5 Millionen Euro. Noch stärker fiel das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit einem Rückgang von 32,7 Prozent auf 208,2 Millionen Euro aus.
Netzausbau mit Fortschritten – aber Abhängigkeit von Vodafone Beim Aufbau der eigenen Mobilfunkinfrastruktur verzeichnete 1&1 AG deutliche Schritte nach vorn: Von nur fünf Standorten zu Beginn 2023 wuchs das Netz bis Ende 2024 auf über 2.000 aktive Antennenstandorte an. Damit erreichte das Unternehmen eine Abdeckung von mehr als 25 Prozent der deutschen Haushalte. Für eine bundesweite technische Versorgung greift 1&1 Mobil jedoch weiterhin auf das Roaming-Netz von Vodafone zurück, das rund 28.000 Standorte betreibt. Die Konkurrenten Telekom (36.500 Standorte) und O2 (29.000 Standorte) verfügen über deutlich größere Netze.
Kundenzahlen: Mobilfunk legt zu, Festnetz-Internet verliert 2025 gab es Verschiebungen bei den Kundenbeständen: Die Zahl der Mobilfunk-Internetverträge stieg netto um 40.000 auf 12,48 Millionen im eigenen Netz (Stand: 31. Dezember). Gleichzeitig gingen die Festnetz-Breitbandanschlüsse um 110.000 auf 3,84 Millionen zurück. Der freie Cashflow belief sich zum Jahresende auf 195,1 Millionen Euro.
Ausblick: Stagnation bei Umsätzen, Erholung beim EBITDA erwartet Für 2026 rechnet 1&1 mit einem Service-Umsatz auf Vorjahresniveau, prognostiziert aber eine Erholung des EBITDA auf etwa 800 Millionen Euro. Für 2027 und 2028 wird ein weiteres Wachstum von jeweils rund 100 Millionen Euro pro Jahr erwartet.
Fazit: Herausforderungen und Fortschritte Die Zahlen für 2025 spiegeln die ambivalente Lage der 1&1 AG wider: Während der Umsatz leicht zulegte, litt die Profitabilität. Gleichzeitig balanciert das Unternehmen zwischen eigenem Netzausbau und der Abhängigkeit von externer Infrastruktur. Mit einer stabilen Dividende und optimistischen EBITDA-Prognosen für die kommenden Jahre liegt der Fokus darauf, das eigene Mobilfunknetz weiter auszubauen und die Ertragslage zu festigen.






