Koblenz reagiert auf sexuellen Missbrauch: Schulen erhalten mehr Sicherheitspersonal
Jakob KrausKoblenz reagiert auf sexuellen Missbrauch: Schulen erhalten mehr Sicherheitspersonal
In Koblenz wurde ein elfjähriges Mädchen von einem 20-jährigen Mann auf dem Gelände einer Schule sexuell missbraucht. Die Tat hat die Stadt erschüttert und eine dringende Debatte über die Sicherheit in öffentlichen Gebäuden ausgelöst. Die Behörden prüfen nun neue Schutzmaßnahmen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
Bisher gibt es nur im Rathaus I in der Altstadt einen Concierge-Service – und dieser ist lediglich an Wochentagen für zwei bis vier Stunden besetzt. Die Stadtverwaltung erwägt nun, dieses Angebot auf weitere Standorte auszuweiten.
Bis zu 67 städtische Einrichtungen könnten künftig mit Concierge- und Sicherheitspersonal ausgestattet werden, darunter Schulen, Kindertagesstätten und Rathausgebäude. Der Einsatz soll sich vor allem auf Standorte mit dem höchsten Bedarf konzentrieren.
Die neuen Sicherheitskräfte werden für Zugangskontrollen zuständig sein und die Einrichtungen per Videoüberwachung überwachen. Zudem sollen sie in Notfällen eingreifen, Hausordnungen durchsetzen, Platzverweise aussprechen und bei Ruhestörungen einschreiten.
Ziel ist es, einen geordneten Betrieb zu gewährleisten, die Besucherströme besser zu steuern und die Sicherheit in kommunalen Gebäuden zu erhöhen. Die geplanten Maßnahmen folgen auf den Vorfall, der breite Forderungen nach verbesserten Präventionskonzepten ausgelöst hat. Sollten die Änderungen beschlossen werden, wären sie ein bedeutender Schritt für den Schutz öffentlicher Räume in der Stadt. Wann die Maßnahmen umgesetzt werden, steht jedoch noch nicht fest.






