09 May 2026, 10:11

Hautkrebsfälle explodieren: Warum UV-Strahlung immer gefährlicher wird

Schwarzer-weißer Plakat mit der Aufschrift "Die einzigen sicheren Waffen gegen Krebs sind Chirurgie Röntgen Radium" mit Bildern von medizinischer Ausrüstung und einem Patienten.

Hautkrebsfälle explodieren: Warum UV-Strahlung immer gefährlicher wird

Hautkrebsfälle in Deutschland steigen stark an

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Hautkrebsfälle in Deutschland dramatisch erhöht. Allein 2023 wurden in Krankenhäusern über 100.000 Patientinnen und Patienten behandelt – mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahrzehnt. Expertinnen und Experten führen diesen Anstieg auf eine verstärkte UV-Belastung zurück, die unter anderem durch den Klimawandel und unzureichenden Sonnenschutz begünstigt wird.

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Dass UV-Strahlung der Sonne zu dauerhaften Hautschäden und Krebs führen kann, ist längst bekannt. Der Lichtschutzfaktor (LSF) auf Sonnencremes gibt an, wie viel länger man sich mit dem Produkt ungeschützt in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren – im Vergleich zu unbehandelter Haut. Entscheidend ist jedoch die richtige Anwendung: Pro Quadratzentimeter Haut sind zwei Milligramm Creme nötig, um den angegebenen Schutz zu erreichen.

Sonnenschutzmittel nutzen entweder chemische (organische) oder mineralische (physikalische) Filter, um UV-Strahlen abzuwehren. Viele Produkte kombinieren mittlerweile beide Varianten, um einen breiteren Schutz zu bieten. Doch chemische Filter können bei empfindlicher Haut allergische Reaktionen auslösen und teilweise schädliche Weichmacher enthalten. Ein solcher Inhaltsstoff ist Octocrylen, das sich zu Benzophenon zersetzt – eine Substanz, die von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise krebserregend für den Menschen eingestuft wird.

Die Europäische Kommission empfiehlt, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel so hoch sein sollte wie der LSF-Wert. Fachleute betonen zudem einen dreistufigen Ansatz für sicheren Sonnenschutz: Meidung der Mittagssonne, tragen schützender Kleidung und korrekte Anwendung von Sonnencreme.

Angesichts der zunehmenden UV-bedingten Erkrankungen ist ein wirksamer Sonnenschutz heute wichtiger denn je. Wer sich an die Empfehlungen hält – etwa durch ausreichend Sonnencreme und die Vermeidung der prallen Mittagssonne –, kann das Risiko deutlich verringern. Der starke Anstieg der Hautkrebsfälle unterstreicht die Dringlichkeit, das Bewusstsein für Prävention zu schärfen und gezielte Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Quelle