Kinder- und Jugendrechte in Gefahr: VKJH droht die Schließung durch Finanznot
Jakob KrausKinder- und Jugendrechte in Gefahr: VKJH droht die Schließung durch Finanznot
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor einer möglichen Schließung aufgrund fehlender gesicherter Finanzierung. Die Bildungsbehörde der Stadt hat beschlossen, die Stelle der Ombudsperson neu auszuschreiben – eine Entscheidung, die die Zukunft des OHA!-Büros für Kinder- und Jugendrechte gefährdet.
Seit seiner Gründung im Jahr 2021 bearbeitet das OHA-Büro jährlich rund 300 Beratungsanfragen. Die Bildungsbehörde plant nun, die Aufgaben der Jugendombudsperson mit einer neuen Stelle für Kita-Einrichtungen zusammenzulegen, was eine Neuausschreibung erfordert. Dieser Schritt hat beim Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) Besorgnis ausgelöst, das sich mit einer Stellungnahme zu Wort gemeldet und Bedenken gegen die erneute Ausschreibung geäußert hat.
Dem VKJH fehlen derzeit die Mittel, um seine Verwaltungskosten zu decken. Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, wären jährlich zusätzliche 120.000 Euro für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle nötig. Eine erneute Bewerbung um den Ombudsvertrag würde die ohnehin knappen Ressourcen weiter belasten – ohne Garantie auf Erfolg. Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, muss die Organisation über die Übertragung ihrer 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die örtlichen Bezirke beraten.
Ohne finanzielle Absicherung droht dem VKJH die Schließung. Bleibt eine Einigung aus, könnten das langjährige Ombudsbüro und die damit verbundenen Angebote abgebaut werden. Die Entscheidung der Stadt, die Stelle neu auszuschreiben, hat die Zukunft der gesamten Organisation in Frage gestellt.






