Kai Wegner entschuldigt sich für Berlins Stromausfall-Krise im Januar
Jakob KrausKai Wegner entschuldigt sich für Berlins Stromausfall-Krise im Januar
Berlin regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich im Abgeordnetenhaus für sein Krisenmanagement während des großflächigen Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Die Krise, die Teile der Stadt stundenlang ohne Elektrizität zurückließ, konnte dank intensiver Abstimmung zwischen Behörden und Einsatzkräften schneller als erwartet behoben werden.
Der Blackout begann an einem Dienstagmorgen. Wegner erhielt die erste Warnung um 8:07 Uhr, als er sich noch zu Hause aufhielt. Während er am Frühstückstisch saß, bestätigte eine Nachricht des Innensenators das Ausmaß der Störung.
Bis 12:07 Uhr legte der Wirtschaftssenator einen Lagebericht vor, räumte jedoch ein, dass unklar sei, wann die Stromversorgung wiederhergestellt werden könne. Nur 38 Minuten später, um 12:45 Uhr, besprach Wegner die Krise direkt mit dem Wirtschaftssenator. Unterdessen veröffentlichte Stromnetz Berlin gegen 14:30 Uhr eine Mitteilung, in der vor einem andauernden Stromausfall bis Donnerstag gewarnt wurde.
Wegner verbrachte den Großteil des Tages in seinen eigenen vier Wänden und verließ diese nur für eine Stunde Sport. Obwohl er nicht im Büro anwesend war, unterbrach er seine Teilnahme an der Konferenz der Ost-Ministerpräsidenten, um im Abgeordnetenhaus vor den Abgeordneten zu sprechen. Während der gesamten Krise koordinierte er sich mit den Bezirken, Hilfsorganisationen, Stromnetz Berlin, der Polizei, der Feuerwehr und der Bundeswehr.
Durch die gemeinsamen Anstrengungen von Wegner und anderen Verantwortlichen konnte die Stromsperre um anderthalb Tage verkürzt werden. Noch vor der Lösung der Krise hatte er sich bereits in der B.Z. für Versäumnisse in seiner Reaktion entschuldigt.
Der Stromausfall endete früher als befürchtet – dank des schnellen Handelns der Stadtführung und der Einsatzkräfte. Wegners Entschuldigung im Parlament folgte auf die Wiederherstellung der Stromversorgung und setzte damit den Schlusspunkt unter eine belastende Episode für Berlins Infrastruktur.






