Iraner in Deutschland: Hohe Bildungsabschlüsse und überdurchschnittliche Jobs
Amelie SeidelIW-Studie: Iraner sind in den deutschen Arbeitsmarkt hervorragend integriert - Iraner in Deutschland: Hohe Bildungsabschlüsse und überdurchschnittliche Jobs
Iranerinnen und Iraner, die in Deutschland leben, weisen im Vergleich zu anderen Migrantengruppen bemerkenswert hohe Beschäftigungs- und Bildungsquoten auf. Aktuelle Zahlen zeigen, dass fast 60 Prozent der erwerbsfähigen iranischen Staatsbürger einer Arbeit nachgehen – viele von ihnen in qualifizierten Positionen. Auch ihre Abschlüsse und Einkommen stechen in den offiziellen Daten für das Jahr 2023 hervor.
Ende 2023 lebten 161.100 iranische Staatsangehörige ohne deutschen Pass in Deutschland. Von ihnen waren 58,6 Prozent der erwerbsfähigen Erwachsenen beschäftigt – eine Quote, die höher liegt als bei afghanischen, irakischen oder syrischen Staatsbürgern.
Bildung spielt eine zentrale Rolle für ihren Erfolg: Über 43 Prozent der berufstätigen Iraner verfügen über einen Hochschulabschluss – mehr als doppelt so viele wie bei anderen ausländischen Arbeitnehmern, wo die Quote bei 19,5 Prozent liegt. Diese starke Qualifikationsbasis öffnet Tür und Tor für Karrierechancen: Rund 73 Prozent arbeiten in Fachberufen und verdienen damit über dem Durchschnitt anderer Zuwanderer.
Auch iranische Frauen sind überdurchschnittlich häufig erwerbstätig: Etwa 41 Prozent gehen einer Arbeit nach, verglichen mit 39 Prozent bei anderen Migrantinnen. Ihre hohe Erwerbsbeteiligung trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen Position der Gruppe bei.
Die Daten unterstreichen die gelungene wirtschaftliche Integration von Iranerinnen und Iranern in Deutschland – mit hohen Beschäftigungsquoten, Bildungsabschlüssen und qualifizierten Tätigkeiten. Sowohl ihre Einkommen als auch ihre beruflichen Positionen übertreffen die vieler anderer Zuwanderergemeinschaften. Diese Entwicklungen spiegeln sowohl individuelle Qualifikationen als auch allgemeine Trends auf dem Arbeitsmarkt wider.