Iran-Krieg treibt Ölpreise auf Rekordniveau – Sprit wird immer teurer
Anna KrauseTreibstoffpreise steigen erneut - Iran-Krieg treibt Ölpreise auf Rekordniveau – Sprit wird immer teurer
Die Ölpreise sind erneut stark angestiegen, da die Spannungen im Nahen Osten die Kraftstoffkosten in die Höhe treiben. Der anhaltende Iran-Krieg, der sich seit Ende Februar 2026 weiter zuspitzt, hat die globalen Ölmärkte durcheinandergebracht und die Preise nach oben getrieben. Bis Freitag stieg der Preis für Nordsee-Brent-Öl auf etwa 103 Euro pro Barrel – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Werten zu Wochenbeginn.
Der Konflikt begann mit iranischen Angriffen auf Öltanker im Persischen Golf und Drohungen, die Straße von Hormus zu blockieren. Seitdem sind die Preise für Brent-Öl von rund 73 Dollar pro Barrel vor Kriegsbeginn auf über 100 Dollar Mitte März geklettert, mit kurzen Spitzenwerten nahe 120 Dollar. Vorübergehende Rückgänge folgten auf die Ankündigungen des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, der eine schnelle Lösung des Konflikts in Aussicht stellte – doch diese Entspannung währte nur kurz.
Versuche, die Preise zu stabilisieren – etwa durch die Freigabe strategischer Reserven der Internationalen Energieagentur (IEA) oder Produktionskürzungen der OPEC – zeigten kaum nachhaltige Wirkung. Saudi-Arabien drosselte seine Förderung um 2 bis 2,5 Millionen Barrel pro Tag, doch logistische Verzögerungen und die unnachgiebige Haltung Irans verlängerten die Unsicherheit an den Märkten.
In Deutschland spüren vor allem Autofahrer die Folgen: Der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 lag am Freitag bei 2,028 Euro pro Liter – ein Plus von 1,2 Cent im Vergleich zum Vortag. Diesel verteuerte sich noch stärker und stieg um 1,9 Cent auf 2,149 Euro pro Liter. Erste Zahlen vom Samstagmorgen deuten darauf hin, dass beide Kraftstoffe in den kommenden Tagen noch teurer werden.
Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise weiterhin nach oben, mit Brent-Öl, das nun deutlich über 100 Dollar pro Barrel gehandelt wird. Die Spritpreise an den Tankstellen folgten diesem Trend und erreichten neue Rekordstände – sowohl für Benzin als auch für Diesel. Da der Konflikt keine Anzeichen einer Deeskalation zeigt, sind weitere Preiserhöhungen zu erwarten.