29 June 2026, 04:05

IKEA setzt auf Mini-Läden: Warum die Möbelhaus-Revolution jetzt beginnt

Von 35.000 auf 2.950 Quadratmeter: Was steckt hinter Ikeas neuer Strategie von Mini-Möbelläden

IKEA setzt auf Mini-Läden: Warum die Möbelhaus-Revolution jetzt beginnt

IKEA stellt sein Ladengeschäft um und setzt künftig auf deutlich kleinere Verkaufsflächen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Umsätze, sich wandelnder Einkaufsgewohnheiten und der Konkurrenz durch Online-Händler. Der erste dieser neuen Läden hat bereits in Ingolstadt, Bayern, seine Türen geöffnet.

Die neuen Filialen werden im Schnitt etwa 2.950 Quadratmeter umfassen – deutlich weniger als die herkömmlichen 35.000-Quadratmeter-Märkte. Sie dienen vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren, wobei die meisten Produkte online bestellt und nach Hause geliefert werden. In Ingolstadt finden Kunden rund 2.650 Artikel zum Mitnehmen sowie etwa 1.000 Ausstellungsstücke, die bestellbar sind.

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IKEA plant, zunächst weltweit 20 dieser kleineren Läden zu eröffnen, mit weiteren in der Pipeline. Das Unternehmen wird dieses Format künftig priorisieren, da es schneller und kostengünstiger umsetzbar ist. Allein in Deutschland machen Online-Verkäufe bereits fast 1,5 Milliarden Euro aus – etwa ein Viertel des gesamten Einzelhandelsumsatzes von IKEA.

Die Umstellung ermöglicht es IKEA, auch Standorte zu erschließen, an denen große Märkte wirtschaftlich nicht tragbar wären. Gleichzeitig passt sich das Unternehmen damit einem schwächelnden Möbelmarkt und dem wachsenden Einfluss reiner Online-Händler wie Temu an.

Die kleineren Läden bieten eine begrenzte, aber sorgfältig ausgewählte Produktpalette. Kunden werden für ein größeres Sortiment stärker auf Online-Bestellungen zurückgreifen müssen. Dieser Wandel markiert eine bedeutende strategische Neuausrichtung für IKEA, mit der das Unternehmen auf Marktzwänge und neue Einkaufstrends reagiert.

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