21 March 2026, 04:08

Hessens Wälder im Wandel: Holzeinschlag steigt – Buchenbestände schrumpfen

Ein Plakat, das eine Karte des U.S.-Dürremonitors vom 10. Januar 2023 zeigt, mit begleitendem Text und Logos.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Holzeinschlag steigt – Buchenbestände schrumpfen

Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern steigt kontinuierlich an

In den hessischen Staatsforsten ist der Holzeinschlag im vergangenen Jahr stetig gestiegen. Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 erhöhte sich das Volumen um 6 % auf 725.000 Kubikmeter. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit Anpassungen der Forstwirtschaft an klimatische Herausforderungen und frühere Einschränkungen bei der Holzernte.

Im Jahr 2025 verzeichneten Hessens Staatsforsten insgesamt einen Anstieg des Holzeinschlags um 5 % auf etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Während der Einschlag von Laubholz um 28 % zunahm, ging der Nadelholzeinschlag um 6 % zurück. Dieser Wandel folgte der Aufhebung eines temporären Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024, das ursprünglich 2020 verhängt worden war, um klimaresistente Waldstrategien zu entwickeln.

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Die Aufhebung des Verbots ermöglichte gezielte Eingriffe in Buchenbestände und verringerte deren Dominanz in der Region. Seit 2020 sind die von Buchen geprägten Flächen um etwa 15 % geschrumpft – von 450.000 Hektar auf 382.500 Hektar. Borkenkäferbefall und verstärkter Holzeinschlag trugen zu diesem Rückgang bei, wie im Hessischen Waldzustandsbericht 2025 festgehalten wird.

Winterliche Wetterbedingungen behinderten zeitweise die Arbeiten und erschwerten den Zugang zu einigen Waldgebieten. Dennoch setzt HessenForst die Umgestaltung der Wälder fort, indem geschädigte Bäume entfernt und die Artenvielfalt gefördert wird. In Buchenbeständen werden gezielt Bäume gerodet, um mehr Licht für trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn zu schaffen.

Die langfristigen Folgen der Dürreperioden werden zunehmend sichtbar: Buchen zeigen verzögerte Stressreaktionen. Die Behörden konzentrieren sich darauf, stabile Mischwälder aufzubauen, die klimatischen Herausforderungen besser standhalten.

Die Anpassungen in der Forstwirtschaft spiegeln sowohl akute Erfordernisse als auch langfristige Klimaziele wider. Mit rückläufigen Buchenbeständen und steigendem Laubholzeinschlag vollzieht sich in Hessens Wäldern allmählich ein Wandel hin zu widerstandsfähigeren Ökosystemen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Holzproduktion mit den wachsenden Anforderungen eines sich verändernden Klimas in Einklang zu bringen.

Quelle