21 March 2026, 10:08

1&1 übertrifft Netzausbau-Ziele und drängt Konkurrenten in die Defensive

Detailiertes altes Stadtplan von einer Stadt mit zahlreichen Gebäuden, wahrscheinlich ein Plan von Strand, Deutschland, zeigt Straßen, Strukturen und andere Merkmale.

1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 übertrifft Netzausbau-Ziele und drängt Konkurrenten in die Defensive

1&1 baut sein Mobilfunknetz rasant aus und übertrifft die Vorgaben der Regulierungsbehörden

Bis Ende 2025 hatte 1&1 bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte mit seinem Mobilfunknetz erreicht – und damit das von den Aufsichtsbehörden gesetzte Ziel von 25 Prozent übertroffen. Als vierter Netzbetreiber am Markt hat das Unternehmen die Preise für Verbraucher gedrückt und für frischen Wettbewerb gesorgt.

Unternehmensgründer Ralph Dommermuth wies Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Geschäfts zurück. Stattdessen konzentriert er sich weiter auf das Wachstum, obwohl rechtliche Auseinandersetzungen mit der Bundesnetzagentur über die Frequenzvergabe anhalten.

1&1 startete sein 5G-Netz auf Basis der offenen Open-RAN-Technologie als unabhängiger Herausforderer der etablierten Anbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2. Durch hohe Investitionen in die Infrastruktur – allein 2025 flossen 265 Millionen Euro – konnte das Unternehmen die Netzabdeckung beschleunigen, auch wenn noch Lücken bestehen. In Gebieten ohne eigenes Netz greift 1&1 auf Roaming-Vereinbarungen mit Vodafone zurück.

Aktuell versorgt der Anbieter rund 12,5 Millionen Mobilfunkkunden – eine stabile Zahl innerhalb der insgesamt 29,7 Millionen Verträge der United-Internet-Gruppe. Mit seinen Tarifen spricht 1&1 vor allem preisbewusste Nutzer an, doch die hohen Ausbaukosten schränken stärkere Rabatte ein. Dommermuth zeigte sich zudem offen für Kooperationen, etwa beim gemeinsamen Betrieb von Mobilfunkmasten in ländlichen Regionen, um die Kosten zu senken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur um Niederfrequenzbänder, die 1&1 als ungerechtfertigt an die Konkurrenten vergeben ansieht, dauert indes an. Dommermuth betont, dass diese Frequenzen entscheidend für die Indoor-Versorgung seien. Trotz der Auseinandersetzung peilt das Unternehmen bis Ende 2026 eine Netzabdeckung von 35 Prozent an.

Die Profitabilität bleibt eine Herausforderung, auch wenn 1&1 mit seinen wettbewerbsfähigen Preisen und dem Netzausbau die etablierten Anbieter unter Druck setzt, ihre eigenen Tarife zu senken.

Mit einer höheren Abdeckung als von den Behörden ursprünglich gefordert unterstreicht 1&1 seinen Expansionskurs und den Kampf um Frequenzen. Angesichts der Pläne für einen weiteren Ausbau dürfte die Rolle des Unternehmens bei der Gestaltung des deutschen Mobilfunkmarkts künftig noch wachsen.

Quelle