08 April 2026, 04:07

Halles Bürgerparlament fordert radikale Reformen für Schulen und Kitas

Eingang zum Perth Modern School mit einem Schild, Bäumen, Pflanzen, einem Zaun, einem Straßenpfahl, parkenden Autos, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Halles Bürgerparlament fordert radikale Reformen für Schulen und Kitas

In Halle an der Saale fand kürzlich ein "Bürgerparlament" statt, an dem Einwohner im Alter von einem bis 66 Jahren teilnahmen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Zukunft der lokalen Bildungspolitik – die Teilnehmer erarbeiteten Forderungen, die sie an die Stadtverwaltung richten wollen. Organisiert wurde die Versammlung von der Gruppe Neue Generation, die sich für mehr demokratische Mitbestimmung in politischen Entscheidungsprozessen einsetzt.

Die Diskussionen konzentrierten sich auf die Verbesserung von Kitas und Schulen in Halle. Die Anwesenden entwickelten konkrete Vorschläge, darunter die Umverteilung von Mitteln aus Sonderhaushalten zugunsten der Bildung, eine bessere Abstimmung zwischen städtischen Behörden sowie die Einrichtung dauerhafter Beteiligungsmodelle. Ihre Ideen sollen in Kürze Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin der Stadt, in einem geplanten Treffen präsentiert werden.

Neue Generation, die Nachfolgeorganisation der Letzten Generation, versteht sich als Bewegung für echte demokratische Repräsentation. Die Gruppe kritisiert den Deutschen Bundestag als "Lobbyisten-Parlament" und setzt stattdessen auf Versammlungen, die einen Querschnitt der Gesellschaft abbilden. Ihr nächstes Event, ein digitales "Offenes Bürgerparlament", findet vom 17. bis 24. April 2026 statt – dort wird die Frage diskutiert: Wie nah sind wir dem Faschismus?

Die bundesweite Initiative entsteht vor dem Hintergrund wachsender gesellschaftlicher Spannungen. Die Organisatoren betonen die Notwendigkeit einer stabilen demokratischen Grundlage und argumentieren, dass eine breitere öffentliche Teilhabe helfen könne, aktuelle Krisen zu bewältigen.

Die Forderungen aus dem Halleschen Bürgerparlament werden nun der Bildungsdezernentin vorgelegt. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie die Finanzierung und Verwaltung von Schulen und Kitas in der Stadt grundlegend verändern. Unterdessen plant die Bewegung, ihr Modell auszuweiten – weitere Diskussionen zu Demokratie und gesellschaftlichen Herausforderungen sind bereits für nächstes Jahr angesetzt.

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